US-Prozess gegen Julian Assange:

Hauptzeuge ändert seine Aussage

Von Published On: 29. August 2021Kategorien: Gesellschaft & Geschichte, Medien & Technik
Die USA stützten einen wesentlichen Teil ihrer Anklage gegen Julian Assange wegen Computereinbruchs auf Informationen eines gegen Assange eingesetzten FBI-Informanten. Dieser FBI-Informant gab nun zu, dass er gelogen hat.

Dieser Text wurde zuerst am 27.06.2021 auf www.consortiumnews.com unter der URL <https://consortiumnews.com/2021/06/27/key-witness-in-us-case-against-assange-changes-his-story/> veröffentlicht. Lizenz:
© Joe Lauria, Consortium News

Wandbild zu Ehren Julian Assanges in Berlin Kreuzberg. (Foto: Defend Assange Campaign / Twitter: )

Ein FBI-Informant, auf dessen Informationen die Vereinigten Staaten wesentliche Aspekte ihrer Anklage gegen den inhaftierten WikiLeaks-Herausgeber Julian Assange stützten, hat nun zugegeben, dass er die Beweise erfunden hat.

Sigudur „Sigi“ Ingi Thordarson hat in einem Artikel, der am Samstag erschien, einer isländischen Publikation erzählt [1], dass er den Vorwurf, Assange habe ihn gebeten einen Regierungscomputer zu hacken, frei erfunden hätte. Diese Aussage spielte eine Schlüsselrolle in der Anklage gegen Assange wegen Verschwörung zum Computereinbruch.

Thordarson, 28, wird in dem Teil der Anklageschrift [2], der sich auf die Ereignisse in Island konzentriert, wo Assange im Jahr 2010 tätig war, als „Teenager“ bezeichnet. Die Anklageschrift behauptet, dass „Anfang 2010 ASSANGE den Teenager darum bat, Computereinbrüche zu begehen und zusätzliche Informationen zu stehlen, einschließlich Audio-Aufnahmen von Telefongesprächen zwischen hochrangigen Beamten der Regierung des NATO-Landes Island und der Mitglieder des Parlaments.“

Thordarson hat nun gegenüber der Publikation „Stundin“ erklärt, dass dies eine Lüge sei. Die Publikation berichtete [3]:

„Thordarson gibt jetzt gegenüber Stundin zu, dass Assange ihn nie gebeten hat, Telefonaufnahmen von Abgeordneten zu hacken oder darauf zuzugreifen. Seine neue Behauptung lautet, dass er aber einige Dateien von einem Dritten erhalten hatte, welcher behauptete, Abgeordnete aufgezeichnet zu haben. Dieser Dritte hatte ihm angeboten, die Informationen mit Assange zu teilen – ohne eine Ahnung zu haben, was sie tatsächlich enthielten. Thordarson behauptet, er habe den Inhalt der Dateien nie überprüft, geschweige denn, ob sie überhaupt Tonaufnahmen enthielten, wie es seine Drittquelle behauptete. Er gibt außerdem zu, dass die Behauptung falsch ist, dass Assange ihn angewiesen oder gebeten habe auf Computer zuzugreifen, um solche Aufnahmen zu finden.“

Thordarsons ursprüngliche Aussage ist Inhalt einer Nebenklage, die vom US-Justizministerium eingereicht wurde. Diese zielte darauf ab, die Anklage gegen Assange wegen Verschwörung zum Computereinbruch zu untermauern, die mit einer Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis belegt ist. Auch klagt die Schrift Assange unter dem „Espionage Act“ wegen unbefugten Besitzes und Verbreitung von Informationen der US-Verteidigung an, die zusätzliche 170 Jahre an Gefängnis bedeuten könnte.

Mehr „Teenager“-Erfindungen

In der Anklageschrift gegen Assange wird behauptet, dass „Assange und der Teenager bei ihrem gemeinsamen Versuch gescheitert sind, eine Datei zu entschlüsseln, die aus einer Bank in Island gestohlen wurde.“ „Stundin“ berichtet:

„Thordarson gibt gegenüber Stundin zu, dass sich dies tatsächlich auf ein gut bekanntes Ereignis bezieht, bei dem eine verschlüsselte Datei von einer isländischen Bank durchgesickert ist und von der angenommen wurde, dass sie Informationen über ausgefallene Kredite der isländischen „Landsbanki“ enthielt. Die Bank crashte im Herbst 2008 – zusammen mit fast allen anderen Finanzinstituten in Island – und stürzte das Land in eine schwere Wirtschaftskrise. Die Datei wurde zu dieser Zeit, im Sommer 2010, von vielen im Internet geteilt, die versuchten sie zu entschlüsseln. Ziel dabei war es, im Sinne des öffentlichen Interesses, zu enthüllen, was die Finanzkrise auslöste. Die Behauptung, diese Datei wäre „gestohlen“ ist demnach haltlos, da angenommen wurde, dass sie von Whistleblowern aus dem Inneren der gescheiterten Bank verbreitet wurde.“

In der Anklageschrift heißt es: „Anfang 2010 stellte eine Quelle ASSANGE Zugangsdaten zur Verfügung, um sich unbefugt Zugang zu einer Website verschaffen zu können, die von der Regierung Islands genutzt wurde, um den Standort von Polizei- und Rettungsfahrzeugen zu verfolgen. Die Quelle und ASSANGE vereinbarten, dass ASSANGE diese Daten zum Zweck der unbefugten Zugangsbeschaffung nutzen sollte.“

 

Sigurdur Thordarson an Bord eines Helikopters über New York City, März 2011 (Wikimedia Commons)

Thordarson sagte Stundin aber, ihm sei dieser Zugang routinemäßig aufgrund seiner Arbeit als Ersthelfer gegeben worden, als er als Freiwilliger für ein Such- und Rettungsteam arbeitete. Er sagt auch, dass Assange nie um einen solchen Zugang gebeten hat.

Die Berichterstattung von „Stundin“ stützt sich auch auf Chat-Protokolle zwischen Thordarson und WikiLeaks, die Thordarson der Publikation zur Verfügung stellte. Die Anklageschrift behauptet, dass Thordarson als Verbindungsmann zwischen WikiLeaks und verschiedenen Hackergruppen fungierte. „Stundin“ berichtet jedoch:

„Die Chat-Protokolle wurden von Thordarson selbst gesammelt und liefern ein umfassendes Bild seiner Kommunikation, während er in den Jahren 2010 und 2011 als Freiwilliger für Wikileaks arbeitete. Sie umfassen seine Gespräche mit WikiLeaks-Mitarbeitern sowie nicht autorisierte Kommunikation mit Mitgliedern internationaler Hacker-Gruppen, mit denen er durch seine Rolle als Moderator in einem offenen IRC-WikiLeaks-Forum (eine Form von Live-Online-Chat) in Kontakt kam. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass WikiLeaks-Mitarbeiter Kenntnis von Thordarsons Kontakten mit den genannten Hacker-Gruppen hatten, vielmehr zeigen die Protokolle Thordarsons klare Täuschung.“

Die Chatprotokolle zeigen, dass Thordarson diese Gruppen wiederholt aufgefordert hat, Hacks auszuführen. Aber „Stundin kann keinen Beweis dafür finden, dass Thordarson jemals von WikiLeaks-Mitarbeitern angewiesen wurde, solche Anfragen zu stellen. Thordarson selbst behauptet das noch nicht einmal, dennoch erklärt er dies so, als habe Assange davon gewusst oder es so interpretiert, dass dies von ihm erwartet wurde. 

Wie diese angebliche nonverbale Kommunikation stattgefunden hat, kann er nicht erklären.“ 

Weiter heißt es dort:

„Darüber hinaus hat er nie erklärt, warum WikiLeaks daran interessiert sein sollte, irgendwelche Interessen Islands anzugreifen. Und das zu einem für WikiLeaks sensiblen Zeitpunkt, denn WikiLeaks war zu jener Zeit Teil einer internationalen Medienpartnerschaft und befand sich mitten in der Veröffentlichung einer riesigen Fundgrube von diplomatischen Depeschen der USA. Es ist nicht bekannt, dass Assange irgendwelche Hühnchen mit den isländischen Behörden zu rupfen gehabt hätte. Tatsächlich arbeitete er mit Mitgliedern des Parlaments an der Aktualisierung der isländischen Gesetze zur Pressefreiheit für das 21. Jahrhundert.“

Nachdem WikiLeaks Thordarson verdächtigte, 50.000 Dollar an Spendengeldern gestohlen zu haben, bot der „Teenager“ im August 2011 der US-Botschaft in Reykjavik seine Dienste als Informant an. Zu diesem Zeitpunkt stand Thordardson in Kontakt mit dem Hacker Hector Xavier Monsegur, bekannt als Sabu, der verhaftet und zu einem FBI-Agenten gemacht worden war. In Zusammenarbeit mit dem FBI arrangierte Sabu einen Hack mehrerer isländischer Regierungsinstitutionen. Stundin berichtet:

„Ögmundur Jónasson war zu dieser Zeit Innenminister und als solcher der politische Leiter der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Er sagt über die US-Aktivitäten: ‚Sie haben versucht, Dinge hier [in Island] zu nutzen und Leute in unserem Land zu benutzen, um ein Netz zu spinnen. Ein Spinnennetz, das Julian Assange fangen würde.‘“

Wackelige Anklageschrift

Angesichts der Fragen, die der Erste Verfassungszusatz über den „Espionage Act“-Fall gegen einen Verleger aufwirft, weist „Stundin“ darauf hin, dass die Vorwürfe des Computereinbruchs gegen Assange eine neue Bedeutung erlangt haben. Bei der Abwägung einer Anklage gegen Assange im Jahr 2010 sagte die Obama-Regierung in Person des damaligen Vizepräsidenten Joe Biden, sie versuche zu beweisen, dass Assange nicht nur gestohlene Verteidigungsinformationen erhalten, sondern auch an deren Beschaffung beteiligt gewesen sei.

 

Chelsea Manning im Jahre 2017 (Screenshot: Vimeo)

„Falls er sich mit einem Mitglied des US-Militärs verschworen haben sollte, um diese als geheim eingestuften Dokumente zu bekommen, ist das etwas grundlegend Anderes, als wenn jemand sie ihm in den Schoß fallen lässt …“, sagte [4] Biden im Dezember 2010. Die Obama-Regierung hat Assange nie angeklagt.

Die zentrale Behauptung in der Anklage der Trump-Administration wegen Computereinbruchs lautet, dass Assange ein „Hacker“ sei und mit seiner Quelle, dem Geheimdienst-Analysten der US-Armee, Chelsea Manning, zusammenarbeitete, um ein Passwort zu knacken und US-Regierungsdokumente zu stehlen.

Thordarson spielte eine Schlüsselrolle bei der Untermauerung der Anklage, Assange sei an Hacking beteiligt gewesen. Dies behauptete Thordarson, sowohl als er in Island interviewt wurde als auch nachdem er 2019 auf Kosten der US-Steuerzahler nach Washington geflogen wurde. Stundin berichtet ebenfalls, dass ihm von den US-Behörden ein Immunitätsdeal angeboten wurde.

In der Erklärung [5] des DOJ [Department of Justice, US-Justizministerium, Anm. d. Übersetzers] bei der Veröffentlichung der Nebenklage im Juni 2020 hieß es: „Die neue Anklageschrift fügt keine weiteren Anklagepunkte zu der vorherigen 18-Punkte umfassenden Anklageschrift hinzu, die im Mai 2019 gegen Assange erhoben wurde. Sie erweitert jedoch den Umfang der Verschwörung zu Computereinbrüchen, die Assange zuvor vorgeworfen wurden. Laut der Anklageschrift haben Assange und andere bei WikiLeaks Hacker rekrutiert und mit ihnen vereinbart, Computereinbrüche zugunsten von WikiLeaks zu begehen. […] Darüber hinaus wird in der erweiterten Hacking-Verschwörung weiterhin behauptet, dass Assange sich mit der Analystin des US-Militärnachrichtendienstes, Chelsea Manning, verschworen habe, um einen Passwort-Hash zu einem geheimen Computer des US-Verteidigungsministeriums zu knacken.“
Department of Justice

Die Anklageschrift behauptet, dass Assange Manning half, sich als Administrator in ein System einzuloggen, zu dem sie legalen Zugang hatte (wie die Anklageschrift selbst betont), nicht um auf geheime Informationen zuzugreifen, sondern um Videospiele, Filme und Musikvideos herunterzuladen, die dem US-Militärpersonal verboten sind. Dies waren die Argumente [6] von Assanges Anwälten in der ersten Woche seiner Auslieferungsanhörung im Februar 2020 am Woolwich Crown Court neben dem Belmarsh-Gefängnis in London. Dort wird Assange immer noch festgehalten, obwohl sein Auslieferungsantrag aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt worden war. Die USA haben eine Berufung beim U.K. High Court beantragt.

 

Wikileaks via Twitter: Vor einem Jahr sagte WikiLeaks voraus, dass sich das Justizministerium auf einen verurteilten Betrüger, Sigurdur Thordarson, verlassen würde, um weitere falsche Behauptungen aufzustellen:
June 7 2019 @Wikileaks Pressemitteilung ‚DOJ bereitet zusätzliche Anklage gegen #Assange vor, die auf der Aussage eines verurteilten Betrügers beruht‘ (Twitter: <https://twitter.com/wikileaks/status/1276133914441142272>)

 

Wenn das tatsächlich geschah, war es Routine-Journalismus

Im Jahr 2010 beschrieb [7] Robert Parry, der investigative Reporter und Gründer der Website ConsortiumNews.com, die damals anstehenden Pläne der Obama-Regierung, Assange „wegen einer Verschwörung mit dem Armee-Gefreiten Bradley Manning zur Erlangung von US-Geheimnissen“ anzuklagen, als etwas, das „den investigativen Journalismus zu nationalen Sicherheitsskandalen mitten ins Herz trifft.“

Der verstorbene Robert Parry. (Bild: Consortium News)

 

Parry schrieb: „Zum journalistischen Prozedere gehört meistens, dass Reporter, die geheime Informationen über Staatsverbrechen erhalten, einen Regierungsbeamten dazu überredet haben, das Gesetz zu brechen, indem jener entweder geheime Dokumente aushändigt oder zumindest über die geheimen Informationen spricht. Es gibt fast immer ein gewisses Maß an ‚Konspiration‘ zwischen Reporter und Quelle.“

Parry gab also zu, seine Quellen zu ermutigen, Verschlusssachen auszuhändigen, auch wenn dies bedeutete, das kleinere Verbrechen des Weitertragens von Regierungsgeheimnissen zu begehen, wenn es denn helfen könnte ein größeres Verbrechen zu verhindern. Auf diese Weise ermutigte Assange Manning, Material wie das „Collateral Murder“-Video zu übergeben – in der Hoffnung, dass es den illegalen Krieg im Irak beenden könnte.

„In den meisten Fällen spielte ich entweder eine kleine oder große Rolle bei der Suche nach geheimen Informationen oder überzeugte einen Regierungsbeamten, Geheimnisse preiszugeben. Häufig war ich der Anstifter dieser ‚Verschwörungen.“  Robert Parry

Er fügte hinzu: „Ob es darum geht, einen nervösen Regierungsbeamten zu überreden, ein Geheimnis zu enthüllen oder einen nicht autorisierten Zugang zu geheimem Material auszunutzen – das ist ein Teil dessen, was ein investigativer Journalist tut, wenn er über Missstände in der nationalen Sicherheit berichtet. Die traditionelle Faustregel besagt, dass es die Aufgabe der Regierung ist, die Geheimnisse zu verbergen, und die Aufgabe des Reporters, sie aufzudecken.“

Die Anklageschrift gegen Assange macht selbst deutlich, dass er lediglich versucht hat, die Identität seiner Quelle zu schützen. Darin heißt es: „Eine solche Maßnahme hätte es den Ermittlern erschwert, Manning als Quelle der unbefugten Weitergabe geheimer Informationen zu identifizieren.“

„Technisch unmöglich“

Der Vorwurf der Verschwörung zum Computereinbruch wurde bei der Wiederaufnahme von Assanges Auslieferungsanhörung im September durch die Aussage des Computerexperten Patrick Ellis weiter entkräftet. Er sagte [8] im Zeugenstand, dass es für Manning technisch nicht möglich war, das Passwort zu knacken und dass, selbst wenn es möglich gewesen wäre, es Manning nicht geholfen hätte, auf die Dateien zuzugreifen.

„Manning hatte bereits legitimen Zugang zu allen Datenbanken, von denen sie Daten heruntergeladen hat,“ sagte Ellis in Schriftform aus. „Das Einloggen in ein anderes Benutzerkonto hätte ihr nicht mehr Zugang verschafft, als sie bereits besaß.“

Er fügte hinzu: „Sie hatte bereits die Berechtigung [zum Zugriff auf die Datensätze]. Es ist mir unklar, dass durch das Knacken des Zugangspasswortes zum ftp-Benutzerkonto irgendeine Anonymität gewonnen würde. Selbst wenn Manning tatsächlich in das ftp-Benutzerkonto und nicht in ihr eigenes normales Konto eingeloggt war, hätte dies keinen Einfluss auf die Verfolgung. Das bloße Einloggen in ein anderes lokales Benutzerkonto auf dem Computer (z.B. ftp-Benutzer) würde Manning überhaupt nicht anonymisieren, da die IP-Adresse des Computers unabhängig vom verwendeten Benutzerkonto gleich bliebe.“

Eller sagte aus, dass es für Manning technisch nicht möglich war, das zu tun, was die Regierung ihr vorwarf, weil Microsoft im Dezember 1999 einen Patch herausgegeben hatte, der vor einem Angriff durch starke Passwortverschlüsselung schützt. Die Anklageschrift gibt zu, dass der Versuch Mannings, sich unter einem administrativen Passwort anzumelden, fehlschlug.

Wer war „Nathaniel Frank“?

Der gesamte von der Regierung vorgebrachte Fall wegen Verschwörung zum Computereinbruch basiert auf der Annahme, dass Manning mit Assange in einem „Jabar Chat“ sprach, als sie die Passwort-Angelegenheit im März 2010 diskutierten. Das Chatprotokoll, das die US-Regierung erhalten hat, zeigt, dass Manning mit jemandem namens „Nathaniel Frank“ gechattet hat. Es ist vor Gericht nicht bewiesen worden, dass Nathaniel Frank Assange war.

WikiLeaks hat Thordarson als „diagnostizierten Soziopathen, verurteilten Betrüger und Sexualverbrecher“ bezeichnet, der sich als Assange ausgab, um Geld von WikiLeaks zu veruntreuen. Thordarson wurde im Jahre 2014 des Diebstahls überführt, als er ein Informant des FBI war.

WikiLeaks hat nicht behauptet, dass „Frank“ Thordarson war, der im Jahr 2010 noch nicht mit dem FBI zusammengearbeitet hatte. Aber es war zur Zeit des „Jabar-Chat“, dass er anfing, freiwillig mit WikiLeaks zu arbeiten. In der Anklageschrift gegen Assange heißt es: „Anfang 2010, etwa zur gleichen Zeit, als ASSANGE mit Manning zusammenarbeitete, um geheime Informationen zu erhalten, traf ASSANGE einen 17-Jährigen in Island (‚Teenager‘).“

Quellen:

[1] Stundin, Bjartmar Oddur Þeyr Alexandersson und Gunnar Hrafn Jónsson, „Key witness in Assange case admits to lies in indictment“, am 26.06.2021, <https://stundin.is/grein/13627/key-witness-in-assange-case-admits-to-lies-in-indictment/>

[2] Departement of Justice, District Court for the Eastern District of Virginia, „SECOND SUPERSEDING INDICTMENT“, am 02.06.2020, <https://www.justice.gov/opa/press-release/file/1289641/download>

[3] siehe [1]

[4] Youtube, ABC News, „Joe Biden: Assange a high-tech terrorist“, am 19.12.2010, <https://www.youtube.com/watch?v=2tfQcZAKyY4>

[5] Departement of Justice, Office of Public Affairs, „WikiLeaks Founder Charged in Superseding Indictment“, am 24.06.2020, <https://www.justice.gov/opa/pr/wikileaks-founder-charged-superseding-indictment>

[6] Consortium News, Joe Lauria, „ASSANGE EXTRADITION: Assange Helped Manning Crack Password to Download Video Games, Not State Secrets, Court is Told“, am 25.02.2020, <https://consortiumnews.com/2020/02/25/assange-extradition-assange-helped-manning-crack-password-to-download-video-games-not-state-secrets-court-is-told/>

[7] Consortium News, Robert Parry, „25 YEARS OF CN: ‘Journalists Are All Julian Assange’—Robert Parry, December 16, 2010“, am 16.12.2010, <https://consortiumnews.com/2020/05/06/25-years-of-cn-journalists-are-all-julian-assange-robert-parry-december-16-2010/>

[8] Computer Weekly, Bill Goodwin, „Forensic expert questions US claims that Julian Assange conspired to crack military password“, am 25.09.2020, <https://www.computerweekly.com/news/252489645/Forensic-expert-questions-US-claims-that-Assange-conspired-to-crack-military-password>