03/2017

Profiteure der Kriege

Pixabay, CC0

Der Frieden gewinnt

In einer Zeit, wo eines der menschenfeindlichsten  Regimes  der Welt, die Rolle innehat, Menschenrechte weltweit zu verteidigen, wo der alternative Nobelfriedenspreis an eine Gruppe von Washington gesteuerten Schauspieler  mit  „weißen  Helmen“  geht,  und wo große Teile der muslimischen Welt seit 9/11 durch illegale NATO-Kriege und US-Drohnenangriffe zerstört worden sind, scheint der Frieden kümmerliche Aussichten zu haben.

Führt US-Präsident Trump dann einen Höflichkeitsbesuch im  Zentrum  des  Bösen  durch  und lanciert den bisher größten Waffendeal in der Geschichte der USA,  und  legt  dabei  das  größte Gewicht auf die Arbeitsplätze seines Landes, wird das Ganze  aber  zu  einem  Affentheater.  Nachdem er 2016 Saudi-Arabien noch beschuldigte, hinter 9/11 zu stehen, verkauft er dem Wüstenstaat jetzt Tonnen an Waffen und Munition.

Saudi-Arabien ist ja nicht einmal eine Nation, sondern nur eine Partnerschaft zwischen dem Britischen Imperium und der saudischen Al-Saud-Familie, welche durch  das  „Petrodollar-Arrangement“  mit  den  USA  eine  der  reichsten Familien der Welt geworden ist und dabei im wahrsten  Sinne  einen  Terrorstaat  mit  mittelalterlichem Rechtsverhalten errichtet hat.

Die Königsfamilie Saudi-Arabiens betreibt eine sehr fanatische Variante des Islams und versucht durch Indoktrination in Schulen und Moscheen und durch Unterstützung der noch fanatischeren Terroristen wie Al-Qaeda, ISIS, The  Muslim  Brotherhood  und  andere, mit Gewalt diesen islamistischen  Neofundamentalismus weltweit zu fördern und den friedlichen Islam zu verdrängen.

Diese  Familie  bombardiert  mittlerweile  seit  zwei  Jahren  das kleine Jemen; zehntausende Menschen  sind  dabei  ums  Leben  gekommen!  Jetzt  erhalten  sie noch mehr teuflisches Spielzeug  „Made  in  the  USA“,  und  somit bereitet die USA den Weg für  ihre  eigenen  geopolitischen Ziele – mehr Krieg, mehr Chaos und mehr Flüchtlinge weltweit, nur nicht in den USA.Es stellt sich dringend die Frage: Wie lange noch lässt sich der Westen  von  einem  Land  leiten,  welches sich in tiefer Kriegsabhängigkeit befindet? Wie lange kann ein Land, das bewiesenermaßen etliche Male in der neueren Geschichte alle anderen Länder  angelogen,  Beweismaterial  verfälscht  und  „Tatsachen“  frei  erfunden  hat  –  wie  lange  kann  und will man solch einem Land die Führung überlassen und noch mehr  Millionen  von  Menschen  das Leben zerstören oder nehmen lassen? Das geht nur so lange gut, solange es die anderen Länder zulassen. Wir stehen jetzt an einem Scheideweg, Krieg oder Frieden. Was die USA und ihre europäischen Verbündeten wollen, sind mehr Geld für Waffen und Überwachung. Das dient keinesfalls dem Frieden. Was dagegen die Menschen wollen, ist Frieden und Ehrlichkeit seitens ihrer Politiker, denn sie haben längst deren Machenschaften durchschaut. Die Personalkarusselle  von  Kriegskräften, Politikern und Medien, welche sich seit Jahrzehnten im Westen aufgebaut haben, sind dabei, ihr Momentum zu verlieren. Die Schande, in diesem Teufelskreis weiter zu machen wie bisher, ist offensichtlich. Was bei den Politikdarstellern und Mainstream-Medien nicht zu finden ist, blüht jetzt auf unter dem Volk: Friedensinitiativen. Handwerker, Unternehmer, Polizeibeamte, Anwälte, Kindergärtnerinnen, Finanzexperten, Rentner aller Art – engagierte Menschen jeder Couleur und Herkunft haben genug. Ihr Wissen gewinnen sie aus dem Internet und den alternativen Medien, die sich jetzt wie einen Steppenfeuer verbreiten. Also einfach weitermachen. Der Frieden wird gewinnen!

Power to the Paper!

Chefredakteur Tommy Hansen

Inhalt der Ausgabe