Spionage:

Das Maxwell-Familien-Geschäft

Ghislaine Maxwell ist nicht die einzige der Maxwell-Geschwister, die die umstrittene Arbeit ihres Vaters für den Geheimdienst fortsetzt. Andere Geschwister tragen die Fackel weiter, speziell für Robert Maxwells bedeutende Rolle im PROMIS-Softwareskandal und den anschließenden, damit verbundenen High-Tech-Spionage-Operationen.

Von Published On: 19. August 2022Kategorien: Gesellschaft & Geschichte

Dieser Text wurde zuerst am 15.07.2022 auf www.unlimitedhangout.com unter der URL <https://unlimitedhangout.com/ 2020/07/investigative-series/the-maxwell-family-business-espionage/> veröffentlicht. Lizenz: Whitney Webb, Unlimeted Hangout, CC BY-NC-ND 4.0

Symbolbild Spionage; Lizenz: CC0

Viele waren überrascht, als sie Anfang des Monats erfuhren, dass Ghislaine Maxwell – die wichtigste Mitverschwörerin in Jeffrey Epsteins geheimdienstlicher sexueller Erpressungs-Operation – seit Epsteins Verhaftung und seinem anschließenden „Selbstmord“ im letzten Sommer, in New England untergetaucht war. Ihre kürzliche Verhaftung hat natürlich die Aufmerksamkeit wieder auf den Epstein-Skandal und auf Ghislaines Verbindungen zu der gesamten Operation gelenkt, bei der sie eine zentrale und entscheidende Rolle spielte – womöglich eine größere als Epstein selbst.

Am 14. August letzten Jahres wurde erstmals berichtet, dass Ghislaine Maxwell in New England in der Villa ihres angeblichen Freundes Scott Borgeson lebt [1]. Obwohl man davon ausgeht, dass Maxwell dort blieb, bis sie das nahe gelegene Haus in New Hampshire kaufte, in dem sie verhaftet wurde, wurde die Aufmerksamkeit von ihrer Anwesenheit an der Ostküste sofort und sensationell an die Westküste gelenkt. Die New York Post veröffentlichte nämlich einen Tag später, am 15. August, ein Bild, das Maxwell angeblich beim Lesen eines Buches über „CIA-Agenten“ in einem In-N-Out Burger in Los Angeles, Kalifornien, zeigte [2]. Später stellte sich heraus, dass das Foto mit Photoshop bearbeitet wurde und eine Fälschung war [3]. Aber es diente letztlich dazu, von ihrem tatsächlichen Aufenthaltsort in New England abzulenken.

Während die Medien wie wild über das gefälschte In-N-Out-Burger-Foto berichteten, gelang es, das Auftauchen eines unerwarteten Besuchers in der Nähe von Borgesons Anwesen weitgehend unter dem Radar verschwinden zu lassen. Am 18. August wurde Ghislaine Maxwells Schwester Christine dabei beobachtet, wie sie nur wenige Kilometer von Borgesons „abgelegenem Strandhaus“ entfernt „eine Reihe von Taschen“ in einen Geländewagen verstaute [4]. Christine Maxwell, die derzeit in Dallas, Texas, lebt und arbeitet, lehnte einen Kommentar dazu ab, warum sie genau das Gebiet aufsuchte, in dem sich Ghislaine zu diesem Zeitpunkt angeblich versteckt hielt.

Von den sieben Maxwell-Geschwistern hat Ghislaine Maxwell in den letzten Jahren und wohl auch schon seit dem mutmaßlichen Mord am Familienpatriarchen Robert Maxwell im Jahr 1991 zweifellos die meiste Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen. In den Jahren seit seinem Tod wurden Robert Maxwells enge Beziehungen zum israelischen Geheimdienst und seine Verbindungen zu anderen Geheimdiensten von angesehenen Journalisten und Ermittlern wie – neben anderen – Seymour Hersh [5] und Gordon Thomas [6] dokumentiert.

Inzwischen sind Ghislaine Maxwells eigene Verbindungen zu den Geheimdiensten ans Licht gekommen, und zwar im Zusammenhang mit ihrer entscheidenden Rolle bei der Ermöglichung der sexuellen Erpressungs-Operationen von Jeffrey Epstein. Ihren Geschwistern, insbesondere Christine und ihrer Zwillingsschwester Isabel, wurde, wenn überhaupt, nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Obwohl sie leitende Funktionen in der israelischen Geheimdienst-Tarn-Firma innehatten, die die größte Spionage-Aktion ihres Vaters im Namen Israels ermöglichte, nämlich den Verkauf der verwanzten PROMIS-Software an die nationalen US-Laboratorien, die das Herzstück des Atomwaffensystems des Landes bilden.

Darüber hinaus waren Christine und Isabel Maxwell später direkt an technologiebasierten Geschäftsvorhaben beteiligt, in die Ghislaine Maxwell genau zu der Zeit involviert war, als sie mit Epstein im Auftrag des israelischen und des US-Geheimdienstes zusammenarbeitete, um einflussreiche Persönlichkeiten aus Politik und Öffentlichkeit der USA in ein sexuelles Erpressungs-Programm mit Minderjährigen zu verwickeln. Damals beschrieb Ghislaine ihren Beruf gegenüber verschiedenen Zeitungen als „Internet-Anbieterin“. Nach dem millionenschweren Verkauf dieses Unternehmens an einen Konkurrenten waren Christine und Isabel Maxwell in die Nachfolgeunternehmen des PROMIS-Softwareskandals eingebunden, die eng mit dem US-amerikanischen bzw. dem israelischen Geheimdienst verbunden waren.

Ghislaine Maxwell selbst wurde ebenfalls in diese Affären verwickelt, ebenso wie Jeffrey Epstein nach seiner ersten Verhaftung, als sie begannen, die größten Namen der US-Tech-Szene zu umwerben – von den mächtigsten Risikokapitalfirmen des Silicon Valley bis hin zu den bekanntesten Titanen der Branche. Dies hängt auch mit Epsteins Investitionen in Tech-Firmen zusammen, die mit dem israelischen Geheimdienst in Verbindung stehen, sowie mit seinen Behauptungen, dass er im gleichen Zeitraum über ein ganzes Arsenal an Erpressungsmaterial gegen prominente CEOs von Tech-Unternehmen verfügte.

Jetzt, da Ghislaine Maxwells Name und ihre Verbindungen zu den Geheimdiensten wieder in den Medien auftauchen, müssen der jahrzehntelange Verlauf dieser Technologie-orientierten Spionage-Operationen und ihre anhaltende Verbindung zu den Maxwell-Schwestern die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Denn die Notwendigkeit, das wahre Geschäft der Familie Maxwell – Spionage – ans Licht zu befördern, ist heute größer als je zuvor.

Frühere NSA-Station auf dem Teufelsberg 17.10.2009; (Foto: Jochen Teufel, Wikimedia.org,, CC-BY-SA-3.0 )

Falltüren und Verrat

Eine der dreistesten und erfolgreichsten Operationen des israelischen Geheimdienstes auf globaler Ebene ist zweifellos der Verkauf eines verwanzten Softwareprogramms an Regierungen, Unternehmen und große Finanz- und Wissenschaftseinrichtungen in aller Welt. Dieses Softwareprogramm, das als „Prosecutor‘s Information Management System“ oder unter seinem Akronym PROMIS bekannt ist, wurde ursprünglich von Inslaw Inc. entwickelt und vermarktet, einem Unternehmen, das vom ehemaligen NSA-Beamten Bill Hamilton und seiner Frau Nancy gegründet wurde.

1982 vermietete Inslaw seine revolutionäre PROMIS-Software an das US-Justizministerium, das damals von dem Erzneokonservativen Edwin Meese III geleitet wurde, dem vertrauenswürdigsten Berater von Ronald Reagan, der später Donald Trump nach der Wahl 2016 beraten sollte. Der Erfolg der Software, die die Integration getrennter Datenbanken und die Informationsanalyse in einem bis dahin unvorstellbaren Ausmaß ermöglichte, erregte schließlich die Aufmerksamkeit von Rafi Eitan, dem berüchtigten und legendären israelischen Spionagemeister und Agentenführer von Jonathan Pollard, dem „schädlichsten Spion“ in der amerikanischen Geschichte [7]. Eitan war damals Leiter des inzwischen aufgelösten israelischen Geheimdienstes Lekem, der sich speziell auf Spionage im Zusammenhang mit wissenschaftlichen und technischen Informationen und Entdeckungen konzentrierte.

Als erstes erfuhr Eitan durch Earl Brian von der PROMIS-Software [8]. Brian war ein langjähriger Mitarbeiter von Ronald Reagan, der zuvor in verdeckten Operationen für die CIA gearbeitet hatte und für Reagans Gesundheitsprogramm – als Reagan Gouverneur von Kalifornien war – verantwortlich war. Brian prahlte oft mit dem Spitznamen, den er sich bei der Überwachung dieser Gesundheitsinitiative erworben hatte, – „der Mann, der über Leichen ging“ [9]. 1982 versuchte Brian jedoch, ein Geschäftsimperium aufzubauen, an dem die Frau des damaligen Generalstaatsanwalts Ed Meese maßgeblich beteiligt war [10]. Er traf Eitan zum ersten Mal, als er versuchte, ein Gesundheitssystem im Iran zu verkaufen.

Brian gab die Effektivität von PROMIS preis, aber anstatt den revolutionären Ansatz der Datenanalyse zu loben, brachte er seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass die Software US-Bundesermittler in die Lage versetzte, Geldwäsche und andere Finanzverbrechen erfolgreich aufzuspüren und zu verfolgen. Er machte auch seinem Frust darüber Luft, dass er nicht an den Gewinnen von PROMIS beteiligt war, dessen Entwicklung er mehrere Jahre lang aufmerksam verfolgt hatte.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs heckten Eitan und Brian einen Plan aus, um eine „Falltür“ (trap door) [11], die heute eher als Hintertür (back door) bezeichnet wird, in die Software einzubauen. Sie würden PROMIS dann weltweit vermarkten und damit dem israelischen Geheimdienst und verbündeten Elementen des US-Geheimdienstes einen direkten Einblick in die Operationen ihrer Feinde und Verbündeten verschaffen, während Eitan und Brian gleichzeitig massive Gewinne aus dem Verkauf der Software erzielen würden. Brian wäre natürlich auch in der Lage, PROMIS zu nutzen, um die Ermittlungsbehörden bei Finanzverbrechen zu umgehen.

Laut Aussage Ari Ben-Menashes, eines ehemaligen Mossad-Agenten, kontaktierte Ben-Menashe – nachdem der israelische Militärgeheimdienst (in direkter Zusammenarbeit mit dem US-Justizministerium) eine Kopie von PROMIS erhalten hatte – auf Eitans Anweisung hin einen israelisch-amerikanischen Programmierer, der in Kalifornien lebt [12]. Dieser Programmierer baute dann eine „Falltür“ oder Hintertür in die Software ein, die Lekem verdeckten Zugang zu jeder Datenbank ermöglichte, die mit einem Gerät verbunden war, auf dem die Software installiert war.

Profilfoto von Ghislaine Maxwell am 6. August 2007, (Foto: Ghislaine Maxwell,
CC BY-SA 4.0)

Sobald die Hintertür eingebaut war, versuchte Brian, die verwanzte PROMIS-Software über seine Firma Hadron Inc. weltweit zu vermarkten, obwohl er zunächst versucht hatte, Inslaw direkt aufzukaufen. Ohne Erfolg wandte sich Brian an seinen engen Freund Ed Meese, den damaligen Generalstaatsanwalt. Das Justizministerium weigerte sich daraufhin plötzlich, die vertraglich vereinbarten Zahlungen an Inslaw zu leisten und nutzte die Software im Wesentlichen kostenlos, was Inslaw als Diebstahl bezeichnete.

Das Vorgehen von Meese zwang Inslaw in den Konkurs; Inslaw verklagte daraufhin das Justizministerium [13]. Ein US-Gericht stellte später fest, dass die von Meese geleitete Abteilung die Software durch „Trickserei, Betrug und Täuschung“ „genommen, umgewandelt und gestohlen“ hat. Nachdem Inslaw aus dem Weg geräumt war, verkaufte Brian die verwanzte Software an den jordanischen und irakischen Geheimdienst – was ein Segen für Israel war – sowie an eine Handvoll Unternehmen. Trotzdem war Eitan mit Brian und Hadron unzufrieden und wandte sich schnell an die Person, von der er glaubte, dass sie PROMIS am effektivsten vermarkten und an interessierte Regierungen in der ganzen Welt verkaufen könnte: Robert Maxwell.

Maxwell wurde in den frühen 1960er Jahren als Agent des israelischen Geheimdienstes rekrutiert. Sein Ansehen beim israelischen Geheimdienst wurde Anfang der 1980er Jahre erheblich gestärkt, als er ein Netz von israelischen Unternehmen aufkaufte, von denen viele offizielle „Dienstleister“ für den Mossad waren [14]. Eines dieser Unternehmen, eine Computerfirma namens Degem, diente jahrelang als Deckung für Mossad-Attentäter, die Entführungen und Morde in Lateinamerika und Afrika durchführten.

Über Degem und andere Maxwell-eigene Unternehmen mit Sitz in Israel und anderswo vermarktete Maxwell PROMIS so erfolgreich, dass der israelische Geheimdienst bald Zugang zu den geheimsten Abläufen unzähliger Regierungen, Unternehmen, Banken und Geheimdiensten in der ganzen Welt besaß. Viele von Maxwells größten Erfolgen kamen durch den Verkauf von PROMIS an Diktatoren in Osteuropa, Afrika und Lateinamerika zustande. Nach dem Verkauf und nachdem Maxwell einen ansehnlichen Gehaltsscheck kassiert hatte, wurden die unvergleichlichen Fähigkeiten von PROMIS, alles zu verfolgen und zu überwachen – von Geldströmen bis hin zu menschlichen Bewegungen – von diesen Regierungen genutzt, um Finanzverbrechen mit größerer Raffinesse zu begehen und Dissidenten zu jagen und verschwinden zu lassen. Der israelische Geheimdienst beobachtete das Ganze natürlich in Echtzeit.

In Lateinamerika beispielsweise verkaufte Maxwell PROMIS an die Militärdiktaturen in Chile und Argentinien [15], die damit den Massenmord ermöglichten, der die Operation Condor kennzeichnete – da die Freunde und Familien von Dissidenten und sogenannte Subversive mit PROMIS leicht identifiziert werden konnten. PROMIS war für diesen Zweck so effektiv, dass nur wenige Tage, nachdem Maxwell die Software an Guatemala verkauft hatte, die von den USA unterstützte Diktatur 20.000 „Subversive“ festnahm, von denen man nie wieder etwas hörte [16]. Dank der Hintertür in PROMIS kannte der israelische Geheimdienst natürlich die Identität der Verschwundenen in Guatemala früher als die Familien der Opfer selbst. Israel war auch an der Bewaffnung und Ausbildung vieler von genau den lateinamerikanischen Diktaturen beteiligt, denen die abgehörte PROMIS-Software verkauft worden war [17].

Obwohl der israelische Geheimdienst offensichtlich eine Verwendung für den ständigen Strom sensibler und klassifizierter Informationen fand, stand der größte Gewinn noch bevor – streng geheime Regierungs-Laboratorien in den Vereinigten Staaten. Eitan beauftragte Maxwell mit dem Verkauf von PROMIS an US-Labore im Los Alamos-Komplex, einschließlich des Sandia National Laboratory, welches das Herzstück des US-Atomwaffensystems war und ist [18]. Es ist bemerkenswert, dass Maxwells Verkauf von PROMIS an diese Labore in denselben Zeitraum im Jahr 1984 fiel, in dem Eitan einen der israelischen Top-Experten für Nuklearwaffen damit beauftragte, Jonathan Pollards Spionage von US-Atomgeheimnissen im Namen Israels zu beaufsichtigen.

Um zu planen, wie er ein solches Kunststück bewerkstelligen könnte, traf sich Maxwell mit keinem Geringeren als Henry Kissinger, der ihm sagte, dass er – um PROMIS an diese sensiblen Labore zu verkaufen – die Dienste von John Tower, dem damaligen Senator von Texas, in Anspruch nehmen müsse, der zu dieser Zeit Vorsitzender des Ausschusses für Streitkräfte des Senats war. Maxwell schloss schnell einen Vertrag mit Tower ab und zahlte ihm dann mit Mossad-Geldern 200.000 Dollar für seine Dienste [19], die ihm unter anderem die Türen öffneten – nicht nur zum Los Alamos-Komplex, sondern auch zum Weißen Haus von Reagan. Tower arrangierte für Maxwell eine Reise zum Sandia National Laboratory, wo er PROMIS vermarkten sollte. Im Gegensatz zu den meisten anderen PROMIS-Verkäufen wurde dieser Verkauf nicht von Degem, sondern von einem in den USA ansässigen Unternehmen namens „Information on Demand“ abgewickelt.

Es ist erwähnenswert, dass trotz der offensichtlichen und verräterischen Handlungen von Tower in Bezug auf die nationale Sicherheit der USA, eine andere langjährige „Quelle“ von Robert Maxwell, George H. W. Bush, versuchte, Tower für das Amt des Verteidigungsministers der USA zu nominieren. Erst als der Senat sich weigerte, Tower zu bestätigen, nominierte Bush Dick Cheney, der dann das Pentagon leitete und die Rolle der USA im ersten Golfkrieg beaufsichtigte. Nicht lange nach seinem Scheitern bei der Ernennung zum Pentagon-Chef starb Tower bei einem verdächtigen Flugzeugabsturz – kurz nach dem ebenso verdächtigen Tod von Robert Maxwell.

Weltwirtschaftspanel Amsterdam, 1989. Von links nach rechts: Wisse Dekker (Philips), Hans van den Broek, Henry Kissinger und Robert Maxwell; Lizenz: Public domain, (CC0 1.0)

Tarnfirmen und FBI-Vertuschungen

Robert Maxwell erwarb 1982 die Firma „Information on Demand“ von der Gründerin Sue Rugge, einer ehemaligen Bibliothekarin, durch die Pergamon-Gruppe [20] – genau in dem Jahr, in dem Rafi Eitan und Earl Brian Pläne zur Unterwanderung von PROMIS schmiedeten. Die Büroräume befanden sich nur ein paar Türen vom Haus von Isabel Maxwell und ihrem ersten Ehemann Dale Djerassi entfernt, dem Sohn des Wissenschaftlers, dem die Entwicklung der Antibabypille zugeschrieben wird.

Laut FBI-Akten, die Inslaw Inc. in den 1990er Jahren über einen FOIA-Antrag (Freedom of Information Act, Anm. d. Red.) erhalten hatte, leitete das FBI in San Francisco ein Jahr später, im Oktober 1983, eine Untersuchung gegen „Information on Demand“ ein und befragte Rugge anschließend über das Unternehmen und seine Aktivitäten. Sie erzählte dem FBI, dass die Quellen des Unternehmens „über 250 Computerdatenbanken“ umfassen und dass das Unternehmen diese nutzt, um „einzelne Fakten zu finden sowie Antworten auf komplexe Fragen zu geben, die sich mit Bereichen wie umfassender Marketingforschung, kundenspezifischen Datenzusammenfassungen, anspruchsvoller Literatursuche, aktuellem Informationsdienst und globaler Informationsfähigkeit befassen“ [21].

Zu diesen Datenbanken gehörten die Dialog-Datenbank von Lockheed und „das Defense Technical Center, das mit dem Verteidigungsministerium (DOD) verbunden ist und geheime Informationen enthält“. Sie behauptete jedoch, dass das Unternehmen „kein Passwort für den Zugang und auch keinen Bedarf für den Zugang hat“. An anderer Stelle des Dokuments heißt es, dass „Information on Demand“ „nach bestem Wissen und Gewissen“ behauptet, keinen Zugang zu Verschlusssachen zu haben, „einschließlich Informationen über die Regierung sowie verschiedener Möglichkeiten, staatliche Informationsdatenbanken abzurufen“.

Das FBI befragte Rugge speziell zu einem Kunden des Unternehmens, dessen Name und Daten zur Identifizierung vollständig geschwärzt sind. Das FBI stellt allerdings fest, dass dieser mysteriöse Kunde seit mindestens 1973 mit „Information on Demand“ zusammengearbeitet hat. Spätere Bemühungen von Inslaw Inc. und anderen, die Identität des geschwärzten Kunden zu erfahren, waren seit 1994 erfolglos.

Bemerkenswert ist, dass nur einen Monat, bevor das FBI eine Untersuchung gegen „Information on Demand“ einleitete und Sue Rugge befragte, ein anderes mit Maxwell verbundenes Unternehmen, die „Pergamon International Information Corporation“ (PIIC), ein Schreiben an den damaligen CIA-Direktor Bill Casey geschickt hat, in dem sie der Behörde den Zugang zu Patentdatenbanken anbot [22]. Der einzige geschwärzte Teil des Schreibens ist die Identität des Executive Vice Presidents von PIIC, der den Brief an Casey geschrieben hatte.

Nachdem Rugge befragt worden war, erreichte das Interesse des FBIs an „Information on Demand“ im Juni 1984 seinen Höhepunkt, als eine formelle Untersuchung eingeleitet wurde. Dies geschah, nachdem sich zwei Mitarbeiter des Sandia National Laboratory, die im Bereich Technologietransfer tätig waren, an das FBI wandten, weil „Information on Demand“ versuchte, PROMIS an das Labor zu verkaufen. Diese Mitarbeiter sahen sich gezwungen, das FBI zu kontaktieren, nachdem sie von Mitarbeitern der National Security Agency (NSA) Informationen über „den Kauf von Information on Demand Inc. durch einen Robert Maxwell, den Eigentümer von Pergamon International“, erhalten hatten. Die spezifischen Informationen der NSA über diesen Kauf sind in dem Bericht enthalten, aber in ihrer Gesamtheit geschwärzt. Zwei Monate später wandte sich einer der Sandia-Mitarbeiter an das FBI und schlug vor, dass die NSA und das FBI gemeinsam gegen „Information on Demand“ ermitteln sollten, wurde aber abgewimmelt und aufgefordert, sich an die FBI-Zentrale zu wenden.

Die FBI-Fallakte ist speziell als Untersuchung ausländischer Spionageabwehr kodiert, was darauf hindeutet, dass der Fall eröffnet wurde, weil das FBI auf die mutmaßliche teilweise Verwicklung eines ausländischen Nachrichtendienstes in die Aktivitäten von „Information on Demand“ aufmerksam gemacht wurde. Dies bezog sich speziell auf die „Verbreitung, Vermarktung oder den Verkauf von Computersoftwaresystemen, darunter auch, aber nicht ausschließlich, das Computersoftwareprodukt PROMIS“. In der Fallakte wird auch festgestellt, dass Maxwell selbst schon zuvor Gegenstand einer „Sicherheits-Überprüfung“ war, die das FBI von 1953 bis 1961 durchgeführt hat – dem Jahr, in dem Maxwell offiziell als Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes angeworben wurde.

Anfang August 1984 wiesen das FBI-Hauptquartier und andere höhere Stellen im von Ed Meese geleiteten Justizministerium – das selbst in die ganze schmutzige PROMIS-Affäre verwickelt war – das Büro in New Mexico an, ihre Ermittlungen zu „Information on Demand“, Maxwell und PROMIS einzustellen. Die Vertuschung geht seltsamerweise bis heute weiter, da das FBI sich immer noch weigert, Dokumente über Robert Maxwell und seine Rolle im PROMIS-Skandal herauszugeben [23].

Einige Monate nach der Einstellung der FBI-Ermittlungen gegen „Information on Demand“ kehrte Robert Maxwell im Februar 1985 wieder zu den Sandia National Laboratories zurück. Dort unterzeichnete er den Vertrag zum Verkauf von PROMIS und gab sich als Präsident und CEO von „Information on Demand“ aus. Einige Monate später gab er diese Rolle an seine Tochter Christine weiter, die laut ihrem Lebenslauf bis zum Tod ihres Vaters im Jahr 1991 als Präsidentin und CEO des Unternehmens fungierte [24]. Nach dem Zusammenbruch seines Geschäftsimperiums kurz nach seinem Tod, der auch zur Schließung von „Information on Demand“ führte, gründete Christine Maxwell ein Unternehmen namens „Research on Demand“, das ähnliche Dienstleistungen anbot und sich auf „Internet- und Big-Data-bezogene Marktstudien für Unternehmen in der Telekommunikationsbranche“ spezialisierte.

Isabel Maxwell, die in unmittelbarer Nähe der Büroräume des Unternehmens in Berkeley, Kalifornien, lebte, sagte gegenüber Haaretz, dass sie nach ihrer Scheidung von Dale Djerassi im Jahr 1989 ebenfalls für „Information on Demand“ gearbeitet habe, das sie als „das Unternehmen ihrer Schwester“ bezeichnete [25].

Das Vermächtnis ihres Vaters wiederherstellen

Nach dem Tod von Robert Maxwell – den die meisten seiner Angehörigen und viele seiner Biographen als einen vom israelischen Geheimdienst verübten Mord ansehen – begannen seine Kinder, die Scherben aufzusammeln und das Imperium ihres Vaters wieder aufzubauen. Von seinen sieben Kindern übernahmen fünf verschiedene Teile des riesigen Portfolios ihres Vaters.

Kevin und Ian Maxwell übernahmen einen Großteil seiner Geschäfte (und die damit verbundenen Folgen). Sein undurchsichtiges Netzwerk von ineinandergreifenden Unternehmen, Trusts und Stiftungen war über die ganze Welt verteilt. Ghislaine Maxwell, die sich auf Geheiß ihres Vaters bereits in New York niedergelassen hatte, um seine Bemühungen zu unterstützen, das Imperium und seine Geschäfte nach Manhattan auszuweiten, startete – an der Seite von Jeffrey Epstein – eine sexuelle Erpressungs-Operation im Auftrag des israelischen Geheimdienstes. Christine und Isabel hingegen setzten dort an, wo Maxwells geheimdienstliche Arbeit mit PROMIS und im Technologiesektor aufgehört hatte, indem sie sich eine neue revolutionäre Technologie zunutze machten – das Internet.

„Wir haben buchstäblich versucht, darüber nachzudenken, wie wir dieses ganze Unternehmen neu starten können“ – das nach dem Tod ihres Vaters zusammengebrochen war – sagte Christine Maxwell später über ihre Entscheidung, im Januar 1992 zusammen mit ihrem Ehemann Roger Malina, Isabel Maxwell und Isabels damaligem Ehemann David Hayden ihr Internet-Dienstleistungsunternehmen – die McKinley Group – zu gründen [26]. Ähnlich erinnerte sich Isabel Maxwell an diese Entscheidung, als sie 1999 gegenüber Wired erklärte, dass sie und ihre Schwester „die Reihen schließen und alles neu aufbauen wollten“ und McKinley als „eine Chance sahen, ein Stück des Vermächtnisses ihres Vaters wiederherzustellen“ [27]. Im Jahr 2000 sagte Isabel Maxwell gegenüber The Guardian, dass ihr Vater „es [das Internet] lieben würde, wenn er noch hier wäre“. „Er war sehr vorausschauend…. Er wäre in seinem Element, er hätte einen Riesenspaß. Ich bin sicher, er wäre begeistert, wenn er wüsste, was ich jetzt mache“, sagte sie der britischen Publikation, während sie „den Kopf zurückwarf und laut lachte“ [28]. Bemerkenswert ist, dass Isabel Maxwell zu diesem Zeitpunkt ein israelisches Softwareunternehmen leitete, das Verbindungen zum israelischen Militär-Geheimdienst und zu einflussreichen israelischen Politikern unterhielt, von denen einige zuvor direkt unter ihrem Vater gearbeitet hatten.

Es ist nicht schwer zu verstehen, warum Christine und Isabel Maxwell das Internet als ihre Chance sahen, das „Vermächtnis“ von Robert Maxwell auszubauen und neu zu gestalten. Wie bereits erwähnt, war Christine Maxwell bis zum Tod ihres Vaters Präsidentin und Geschäftsführerin der israelischen Geheimdienst-Tarn-Firma „Information on Demand“, die Maxwell gehörte und für die auch Isabel Maxwell gearbeitet hat. Nach seinem Tod gründete Christine Maxwell ein verwandtes Unternehmen namens „Research on Demand“, das sich auf „Internet- und Big-Data-Analysen“ für Telekommunikationsunternehmen spezialisiert hatte und sich später mit der Arbeit der McKinley-Group überschneiden sollte. McKinley begann als Verzeichnis – mit einem Bewertungssystem für Webseiten – und ging später in die Suchmaschine Magellan über. Das alles beruhte, wie Isabel Maxwell 1997 gegenüber Cnet erklärte, allesamt auf Christines Ideen [29].

McKinley schuf das so genannte Magellan-Online-Verzeichnis, das als „die erste Webseite“ in Erinnerung geblieben ist, „die ausführliche Rezensionen und Bewertungen von Webseiten veröffentlicht“. Magellans Ansatz des „Mehrwert-Inhalts“ zog mehrere große Unternehmen an, was zu „wichtigen Allianzen“ mit AT&T, Time Warner, IBM, Netcom und dem Microsoft Network (MSN) führte, die von Isabel Maxwell ausgehandelt wurden [30]. Microsofts bedeutende Allianz mit McKinley kam Ende 1995 zustande, als Microsoft ankündigte, dass Magellan die Suchoption für den MSN-Dienst des Unternehmens übernehmen würde [31]. Time Warner wählte Magellan zunächst für sein frühes Webportal namens Pathfinder. Außerdem war Magellan während eines Großteils der 1990er Jahre auf der Homepage des Internet-Browsers Netscape zu finden.

Das Glück von McKinley wurde jedoch getrübt, da die Bemühungen scheiterten, als erste Suchmaschine an die Börse zu gehen. Dies führte zu einem Zerwürfnis zwischen Christine Maxwell und Isabel Maxwells Ehemann [32], welches auch dazu führte, dass das Unternehmen wesentlich hinter andere Marktführer zurückfiel. Es fiel zurück, da es sowohl das Zeitfenster für einen zweiten Börsengang verpasste als auch dabei hinterherhinkte, seinem Geschäftsmodell Werbeeinnahmen hinzuzufügen [33]. Excite, das später von AskJeeves übernommen wurde, kaufte 1996 schließlich die McKinley-Group und Magellan für 1,2 Millionen Excite-Aktien, die damals mit 18 Millionen Dollar bewertet wurden [34]. Angeblich war es Isabel Maxwell, die das Geschäft möglich machte. George Bell, der damalige CEO von Excite, behauptete, sie allein habe den Kauf von McKinley gerettet [35].

Trotz des glanzlosen Endes des Unternehmens erhielten die Maxwell-Schwestern und andere Anteilseigner des Unternehmens – darunter Ghislaine Maxwell – nicht nur eine Auszahlung von mehreren Millionen Dollar aus dem Geschäft, sondern knüpften auch enge Verbindungen zu den hohen Tieren des Silicon Valley. Nach dem Verkauf von McKinley/Magellan wurden die offenen Verbindungen von Christine und Isabel Maxwell zu den Geheimdiensten sowohl in den USA als auch in Israel erheblich enger.

Eine Familien-Angelegenheit

Auch wenn die Unternehmen oft als Projekte von Christine und Isabel Maxwell dargestellt werden, waren die McKinley Group und Magellan viel mehr als nur das Geschäft der Zwillingsschwestern. So wird in einem Artikel des Evening Standard vom November 2003 darauf hingewiesen, dass Christine und Isabel Maxwell das Unternehmen mit beträchtlicher Hilfe ihres Bruders Kevin Maxwell ins Leben gerufen haben. Laut Vertrauten von Kevin Maxwell war er „von dem überwältigenden Wunsch beseelt, das Geschäft seines Vaters wieder neu zu gründen“ [36]. In einem anderen Artikel des Evening Standard vom März 2001 heißt es, dass „Kevin eine wichtige Rolle“ in den Angelegenheiten des Unternehmens spielte [37].

Darüber hinaus stellte die Sunday Times im November 2000 fest, dass Ghislaine Maxwell „wesentlich an Magellan beteiligt war“ und nach dessen Verkauf an Excite im Jahr 1996 eine beträchtliche Summe erhielt. Die Sunday Times stellte auch fest, dass Ghislaine Maxwell während der gesamten 1990er Jahre „diskret ein Geschäftsimperium aufgebaut hat, das genauso undurchsichtig ist wie das ihres Vaters“ und dass „sie geheimnistuerisch bis hin zur Paranoia ist und ihre geschäftlichen Angelegenheiten sehr mysteriös sind“. Dennoch würde sie sich selbst als „Internet-Anbieterin“ bezeichnen, obwohl „ihr Büro in Manhattan sich weigert, auch nur den Namen oder die Art ihres Geschäfts zu bestätigen“ [38]. In einem separaten Artikel in The Scotsman aus dem Jahr 2001 heißt es ebenfalls, dass Ghislaine Maxwell „extrem geheimnistuerisch ist, was ihre Geschäfte angeht, und sich selbst als Internet-Anbieterin bezeichnet“ [39].

Wie genau Ghislaine Maxwell in die McKinley-Group und Magellan involviert war, ist unklar. Obwohl ihre Entscheidung, sich selbst als „Internet-Anbieterin“ zu bezeichnen, und ihr dokumentiertes „erhebliches Interesse“ an dem Unternehmen darauf hindeuten, dass sie mehr als nur oberflächlich beteiligt war. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich Ghislaine Maxwells Zeit als „Internet-Anbieterin“ und ihre geschäftlichen Interessen an Magellan direkt mit ihrer Zeit an der Seite von Jeffrey Epstein – in einer mit dem israelischen Geheimdienst verbundenen sexuellen Erpressungs-Operation – überschneiden [40].

In dieser Zeit gab es zwischen Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein häufig erhebliche finanzielle Überschneidungen. In den damaligen Presseberichten wurde häufig die Frage gestellt, ob Ghislaine Maxwells Ausgaben von Epstein bezahlt wurden oder ob sie Zugang zu den „verlorenen Maxwell-Millionen“ hat, die in einem Geflecht undurchsichtiger, unauffindbarer Finanzunternehmen versteckt waren und 1991 nach dem Tod von Robert Maxwell angeblich „verschwunden“ waren.

Letzteres ist durchaus möglich, denn Ghislaine Maxwell war die erste, die nach dem Tod ihres Vaters das Büro auf der „Lady Ghislaine“ (Boot von Robert Maxwell, Anm. d. Red.) betrat und dort „alle belastenden Dokumente an Bord schredderte“, so der Journalist John Jackson, der Zeuge der Szene war [41]. Dies würde wahrscheinlich bedeuten, dass sie schnell erkennen konnte, welche Dokumente „belastend“ waren und dass sie über seine eher unappetitlichen geschäftlichen Aktivitäten bestens Bescheid wusste. Darüber hinaus hatte Robert Maxwell Ghislaine vor seinem Tod ein „maßgeschneidertes“ New Yorker Unternehmen namens „Maxwell Corporate Gifts“ zur Verfügung gestellt, über das nur wenig bekannt ist [42]. Das Unternehmen sollte ihr angeblich dabei helfen, in der Machtbasis der New Yorker Gesellschaft Fuß zu fassen, so wie Robert Maxwell seine Expansion geplant hatte [43]. Ein Plan, der erst nach seinem Kauf der New York Daily News in Gang gesetzt wurde.

In einem Artikel des Evening Standard aus dem Jahr 2001 wird eine merkwürdige Bemerkung über eine wichtige Einnahmequelle Epsteins in den 1990er Jahren gemacht: „Er hat viele Millionen aus seinen Geschäftsbeziehungen zu Leuten wie Bill Gates, Donald Trump und dem Milliardär Leslie Wexner aus Ohio verdient, dessen Stiftung er leitet.“ [44] Darüber hinaus bemerkte das Epstein-Opfer Maria Farmer in einem Interview, dass sie hörte, wie Ghislaine Maxwell und Epstein 1995 über Bill Gates sprachen, als ob sie ihn gut kennen würden [45]. Angesichts der „großen Allianz“ zwischen McKinley/Magellan und Microsoft, die 1995-1996 geschmiedet wurde, ist es durchaus möglich, dass Epsteins „geschäftliche Verbindungen“ zu Bill Gates – vor 2001 – mit Ghislaine Maxwells Engagement und Beteiligung an Magellan zusammenhingen. Dafür spricht auch die Tatsache, dass – wie in Teil 2 dieses Berichts gezeigt wird – die Magellan-Mitbegründerin Isabel Maxwell eine persönliche Beziehung zu Bill Gates hatte und dass er ihr späteres Unternehmen, das in Israel ansässige CommTouch, nach einer zwischen Gates und Isabel Maxwell persönlich eingefädelten Großinvestition „ins Spiel brachte“. Teil 2 wird auch zeigen, wie sich Isabel und Christine Maxwells offensichtliche Zusammenarbeit mit dem israelischen bzw. dem amerikanischen Geheimdienst nach dem Verkauf von Magellan an Excite im Jahr 1996 vertiefte.

Quellen:

[1] MailOnline Magazin, Louise Boyle „EXCLUSIVE: Ghislaine Maxwell’s respectable new life: Jeffrey Epstein’s long-time consort and the alleged procurer of his underage victims has been living with 43-year-old tech CEO at his secluded $3M oceanfront mansion outside of Boston“ („EXKLUSIV: Ghislaine Maxwells respektables neues Leben: Jeffrey Epsteins langjährige Gemahlin und mutmaßliche Beschafferin seiner minderjährigen Opfer lebt mit dem 43-jährigen Tech-CEO in seiner abgelegenen 3-Millionen-Dollar-Villa am Meer außerhalb von Boston“), am 14.8.19:
<https://www.dailymail.co.uk/news/article-7352813/Ghislaine-Maxwell-consort-Jeffrey-Epstein-living-mansion-outside-Boston.html>
[2] New York Post Magazin, Sara Nathan & Mara Siegler „Jeffrey Epstein’s gal pal Ghislaine Maxwell spotted at In-N-Out Burger in first photos since his death “ („Jeffrey Epsteins Freundin Ghislaine Maxwell wurde auf den ersten Fotos seit seinem Tod im In-N-Out Burger gesichtet“), am 18.8.19:
<https://nypost.com/2019/08/15/jeffrey-epsteins-gal-pal-ghislaine-maxwell-spotted-at-in-n-out-burger-in-first-photos-since-his-death/>
[3]  Dailymail.com Magazin, Louise Boyle „EXCLUSIVE: Ghislaine Maxwell STAGED In-N-Out photo in Los Angeles with her close friend and attorney, using confidante’s dog Dexter in the snapshot“ („EXKLUSIV: Ghislaine Maxwell INSZENIERTES In-N-Out-Foto in Los Angeles mit ihrer engen Freundin und ihrem Anwalt, wobei sie den Hund Dexter der Vertrauten im Schnappschuss verwendete“), am 19.8.19:
<https://www.dailymail.co.uk/news/article-7372877/Ghislaine-Maxwell-STAGED-photo-N-close-friend-attorney.html>
[4] The Telegraph Nachrichtenmagazin, Rozina Sabur „Ghislaine Maxwell’s sister spotted packing up bags near home where socialite was rumoured to be staying “ („Ghislaine Maxwells Schwester entdeckte das Packen von Taschen in der Nähe ihres Zuhauses, wo sich angeblich eine Prominente aufhielt“), am 18.8.19:
<https://www.telegraph.co.uk/news/2019/08/18/ghislaine-maxwells-sister-spotted-packing-bags-near-home-socialite/>
[5] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Seymour M. Hersh „The Samson Option: Israel’s Nuclear Arsenal and American Foreign Policy“ („Die Samson-Option: Israels nukleares Arsenal und die amerikanische Außenpolitik“), Erscheinungsdatum 21.10.91:
<https://www.amazon.com/Samson-Option-Israels-Nuclear-American/dp/0394570065>
[6] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.10.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[7] The Armerican Conservative Magazin, Philip Giraldi „The Truth of Jonathan Pollard“ („Die Wahrheit von Jonathan Pollard“), am 2.12.2015:
<https://www.theamericanconservative.com/articles/the-truth-of-jonathan-pollard/>
[8] MintPress News Magazin, Whitney Webb „Mega Group, Maxwells and Mossad: The Spy Story at the Heart of the Jeffrey Epstein Scandal “ („Mega Group, Maxwells und Mossad: Die Spionagegeschichte im Herzen des Jeffrey-Epstein-Skandals“), am 7.8.19:
<https://www.mintpressnews.com/mega-group-maxwells-mossad-spy-story-jeffrey-epstein-scandal/261172/>
Quellen:
[9] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[10] MintPress News Magazin, Whitney Webb „Mega Group, Maxwells and Mossad: The Spy Story at the Heart of the Jeffrey Epstein Scandal “ („Mega Group, Maxwells und Mossad: Die Spionagegeschichte im Herzen des Jeffrey-Epstein-Skandals“), am 7.8.19:
<https://www.mintpressnews.com/mega-group-maxwells-mossad-spy-story-jeffrey-epstein-scandal/261172/>
[11] MintPress News Magazin, Whitney Webb „Mega Group, Maxwells and Mossad: The Spy Story at the Heart of the Jeffrey Epstein Scandal “ („Mega Group, Maxwells und Mossad: Die Spionagegeschichte im Herzen des Jeffrey-Epstein-Skandals“), am 7.8.19:
<https://www.mintpressnews.com/mega-group-maxwells-mossad-spy-story-jeffrey-epstein-scandal/261172/>
[12] MintPress News Magazin, Whitney Webb „Mega Group, Maxwells and Mossad: The Spy Story at the Heart of the Jeffrey Epstein Scandal “ („Mega Group, Maxwells und Mossad: Die Spionagegeschichte im Herzen des Jeffrey-Epstein-Skandals“), am 7.8.19:
<https://www.mintpressnews.com/mega-group-maxwells-mossad-spy-story-jeffrey-epstein-scandal/261172/>
[13] Wired Magazin, Richard L. Fricker „The INSLAW Octopus“ („Der INSLAW Oktopus“), Erscheinungsdatum 1.1.93:
<https://www.wired.com/1993/01/inslaw/>
[14] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[15] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[16] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[17] +972 Magazin, Eitay Mack „Forget Trump: Israel’s sordid history of supporting dictatorships“ („Vergessen Sie Trump: Israels schmutzige Geschichte der Unterstützung von Diktaturen“), am 27.8.17:
<https://www.972mag.com/forget-trump-israels-sordid-history-of-supporting-dictatorships/>
[18] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[19] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[20] Google Books Autorenvorstellungen, über Sue Rugge:
<https://books.google.com/books?id=BkPBDwAAQBAJ&pg=PT14&lpg=PT14&dq=Sue+rugge&source=bl&ots=DQOVsVeFOS&sig=
ACfU3U1nMqYfog-pKVIqe3GL_bfIeIt7FA&hl=es-419&sa=X&ved=2ahUKEwj57en_nbfqAhVRKKwKHcAnD24Q6AEwD3oECAMQAQ#v
=onepage&q=sue%20rugge&f=false>
[21] Archive.org Internetarchiv, Unlimitid Hangout Magazin, Dokument “inslaw`s file of FBI Documents obtained unde the freedom of information act regarding…“ („FBI-Dokumente, die im Rahmen des Gesetzes über die Informationsfreiheit angefordert wurden…“), vom 10.1.94:
<https://web.archive.org/web/20200718232031/http://unlimitedhangout.com/UHFiles/FBIInvestigationMaxwellPROMISSales.pdf>
[22] CIA Geheimdienst USA Homepage, Freedom of Information Act Electronic Reading Room (Elektronischer Lesesaal zum Gesetz über die Informationsfreiheit):
<https://www.cia.gov/library/readingroom/docs/CIA-RDP85B01152R000600710072-7.pdf>
[23] Muckrock Magazin, Emma North-Best “Sir Robert Maxwell’s FBI file is getting more classified by the minute“ („Die FBI-Akte von Sir Robert Maxwell wird von Minute zu Minute geheimer“),  am 28.6.17:
<https://www.muckrock.com/news/archives/2017/jun/28/sir-robert-maxwells-fbi-PROMIS/>
[24]  Archive.org Internetarchiv, The University of Texas at Dallas, Atlas Service Portal der Universität, Lebenslauf  von Gislaine Maxwell, am 3.2.13:
<https://personal.utdallas.edu/~cym110030/Christine_Maxwell-CV_2013Feb.pdf>
[25] Haaretz Magazin, Yehoshua Sagi & Mary Sagi-Maydan „Comfortable in Her Skin“ („Behaglich in ihrer Haus“), am 13.2.02:
<https://www.haaretz.com/1.5280056>
[26] CNET Magazin, CNET News staff „Magellan cofounder finds email“ („Magellan-Mitbegründer findet E-Mail“), am 21.2.97:
<https://www.cnet.com/news/magellan-cofounder-finds-email/>
[27] Wired Magazin, Po Bronson „On The Net, No One Knows You’re a Maxwell“ („Im Netz weiß niemand, dass du ein Maxwell bist“), am 1.2.99:
<https://www.wired.com/1999/02/maxwell/>
[28]  The Guardian Magazin, Wirtschaft „Voyaging around her father, the hi-tech Maxwell“ („Die Reise um ihren Vater, den Hightech-Maxwell“), am 8.10.2000:
<https://www.theguardian.com/business/2000/oct/08/theobserver.observerbusiness>
[29] CNET Magazin, CNET News staff „Magellan cofounder finds email“ („Magellan-Mitbegründer findet E-Mail“), am 21.2.97:
<https://www.cnet.com/news/magellan-cofounder-finds-email/>
[30] Wired Magazin, Po Bronson „On The Net, No One Knows You’re a Maxwell“ („Im Netz weiß niemand, dass du ein Maxwell bist“), am 1.2.99:
<https://www.wired.com/1999/02/maxwell/>
[31] CNET Magazin, CNET News staff „MSN to Use McKinley Directory“ („MSN zur Verwendung des McKinley-Verzeichnisses“), am 18.12.95:
<https://www.cnet.com/news/msn-to-use-mckinley-directory/>
[32] The Jerusalem Post Magazin, SHARON WROBEL „Serial entrepreneur – Hi-tech pioneer Isabel Maxwell gets to work on the rest of the world.“ („Serienunternehmerin – Hightech-Pionierin Isabel Maxwell macht sich an den Rest der Welt.“), am 24.8.06:
<https://www.jpost.com/Business/Business-Features/Serial-entrepreneur>
[33]  The New York Times Nachrichtenmagazin, Katie Hafner „The Perils of Being Suddenly Rich “ („Die Gefahren des plötzlichen Reichtums“), am 21.4.07:
<https://www.nytimes.com/2007/04/21/technology/21hayden.html>
[34]  SFGate Nachrichtenmagazin, Julia Angwin „Excite Will Buy Magellan Search Engine“ („Excite kauft die Suchmaschine Magellan“), am 28.6.98:
<https://www.sfgate.com/business/article/Excite-Will-Buy-Magellan-Search-Engine-2976079.php>
[35] Wired Magazin, Po Bronson „On The Net, No One Knows You’re a Maxwell“ („Im Netz weiß niemand, dass du ein Maxwell bist“), am 1.2.99:
<https://www.wired.com/1999/02/maxwell/>
[36]  Mintpress Magazin, The Evening Standard, WILLIAM CASH  „On The Net, No One Knows You’re a Maxwell“ („Im Netz weiß niemand, dass du ein Maxwell bist“), am 21.11.03:
<https://www.mintpressnews.com/wp-content/uploads/2019/10/The-sins-of-the-father.pdf>
[37]  archive.org Internetarchiv, Questia Magazin, Nigel Rosser „What Happened to the Maxwell Women“ („Was geschah mit den Maxwell-Frauen?“), am  30.3.01:
<https://web.archive.org/web/20200719010043/https://www.questia.com/newspaper/1G1-75315251/what-happened-to-the-maxwell-women>
[38]  Mintpress Magazin, Sunday Times, Saskia Sissons „Mysterious business of the queen of NY-Lon“ („Mysteriöse Angelegenheiten der Königin von NY-Lon“), am 12.11.20:
<https://www.mintpressnews.com/wp-content/uploads/2019/10/Mysterious-business-of-the-queen-of-NY-Lon-2.pdf>
[39] The Scotsman Nachrichtenmagazin, By The Newsroom „Misery in the maxwell house“ („Elend im Maxwell-Haus“), am  16.11.01:
<https://www.scotsman.com/news/misery-maxwell-house-2510066>
[40] Mintpress Magazin, Whitney Webb „Former Spy Details Israel’s Main Motive Behind Epstein’s Sexual Blackmail Operation “ („Ehemaliger Spion beschreibt Israels Hauptmotiv hinter Epsteins sexueller Erpressung“), am 13.12.19:
<https://www.mintpressnews.com/category/epstein-investigation/>
[41] MailOnline Magazin, WENDY LEIGH „Ghislaine Maxwell is ‚just like her Daddy’“ („Ghislaine Maxwell ist „genau wie ihr Daddy“), am 18.5.07:
<https://www.dailymail.co.uk/femail/article-455902/Ghislaine-Maxwell-just-like-Daddy.html>
[42] The Scotsman Nachrichtenmagazin, By The Newsroom „Misery in the maxwell house“ („Elend im Maxwell-Haus“), am  16.11.01:
<https://www.scotsman.com/news/misery-maxwell-house-2510066>
[43] New York Post Magazin, Peter Fearon „HOW GHISLAINE ROSE FROM THE ASHES – MAXWELL’S HEIRS BUILDING A NEW BUSINESS EMPIRE“ („WIE GHISLAINE AUS DER ASCHE AUFSTIEG – MAXWELLS ERBEN BAUEN EIN NEUES GESCHÄFTSIMPERIUM AUF“), am 23.3.2000:
<https://nypost.com/2000/03/23/how-ghislaine-rose-from-the-ashes-maxwells-heirs-building-a-new-business-empire/>
[44] Mintpress Magazin, The Evening Stanard, Nigel Rosser „ANDREW’S FIXER; SHE’S THE DAUGHTER OF ROBERT MAXWELL AND SHE’S MANIPULATING HIS JETSET LIFESTYLE“ („ANDREWS FIXER; SIE IST DIE TOCHTER VON ROBERT MAXWELL UND SIE MANIPULIERT SEINEN JETSET-LEBENSSTIL“), am 22.1.01:
<https://www.mintpressnews.com/wp-content/uploads/2019/10/ANDREW_S-FIXER_SHE_S-THE-DAUGHTER-OF-ROBERT-MAXWELL-AND-1.pdf>
[45] YouTube Videoplattform, CrazyWorldWhichWeLiveIn „Epstein Victim Maria Farmer Speaks With Whitney Webb, Full Phone Call Part 1“ („Epstein-Opfer Maria Farmer spricht mit Whitney Webb, vollständiges Telefonat Teil 1″), am 28.5.20:
https://www.youtube.com/watch?v=DpEJCKvjtyk

Spionage:

Das Maxwell-Familien-Geschäft

Ghislaine Maxwell ist nicht die einzige der Maxwell-Geschwister, die die umstrittene Arbeit ihres Vaters für den Geheimdienst fortsetzt. Andere Geschwister tragen die Fackel weiter, speziell für Robert Maxwells bedeutende Rolle im PROMIS-Softwareskandal und den anschließenden, damit verbundenen High-Tech-Spionage-Operationen.

Von Published On: 19. August 2022Kategorien: Gesellschaft & Geschichte

Dieser Text wurde zuerst am 15.07.2022 auf www.unlimitedhangout.com unter der URL <https://unlimitedhangout.com/ 2020/07/investigative-series/the-maxwell-family-business-espionage/> veröffentlicht. Lizenz: Whitney Webb, Unlimeted Hangout, CC BY-NC-ND 4.0

Symbolbild Spionage; Lizenz: CC0

Viele waren überrascht, als sie Anfang des Monats erfuhren, dass Ghislaine Maxwell – die wichtigste Mitverschwörerin in Jeffrey Epsteins geheimdienstlicher sexueller Erpressungs-Operation – seit Epsteins Verhaftung und seinem anschließenden „Selbstmord“ im letzten Sommer, in New England untergetaucht war. Ihre kürzliche Verhaftung hat natürlich die Aufmerksamkeit wieder auf den Epstein-Skandal und auf Ghislaines Verbindungen zu der gesamten Operation gelenkt, bei der sie eine zentrale und entscheidende Rolle spielte – womöglich eine größere als Epstein selbst.

Am 14. August letzten Jahres wurde erstmals berichtet, dass Ghislaine Maxwell in New England in der Villa ihres angeblichen Freundes Scott Borgeson lebt [1]. Obwohl man davon ausgeht, dass Maxwell dort blieb, bis sie das nahe gelegene Haus in New Hampshire kaufte, in dem sie verhaftet wurde, wurde die Aufmerksamkeit von ihrer Anwesenheit an der Ostküste sofort und sensationell an die Westküste gelenkt. Die New York Post veröffentlichte nämlich einen Tag später, am 15. August, ein Bild, das Maxwell angeblich beim Lesen eines Buches über „CIA-Agenten“ in einem In-N-Out Burger in Los Angeles, Kalifornien, zeigte [2]. Später stellte sich heraus, dass das Foto mit Photoshop bearbeitet wurde und eine Fälschung war [3]. Aber es diente letztlich dazu, von ihrem tatsächlichen Aufenthaltsort in New England abzulenken.

Während die Medien wie wild über das gefälschte In-N-Out-Burger-Foto berichteten, gelang es, das Auftauchen eines unerwarteten Besuchers in der Nähe von Borgesons Anwesen weitgehend unter dem Radar verschwinden zu lassen. Am 18. August wurde Ghislaine Maxwells Schwester Christine dabei beobachtet, wie sie nur wenige Kilometer von Borgesons „abgelegenem Strandhaus“ entfernt „eine Reihe von Taschen“ in einen Geländewagen verstaute [4]. Christine Maxwell, die derzeit in Dallas, Texas, lebt und arbeitet, lehnte einen Kommentar dazu ab, warum sie genau das Gebiet aufsuchte, in dem sich Ghislaine zu diesem Zeitpunkt angeblich versteckt hielt.

Von den sieben Maxwell-Geschwistern hat Ghislaine Maxwell in den letzten Jahren und wohl auch schon seit dem mutmaßlichen Mord am Familienpatriarchen Robert Maxwell im Jahr 1991 zweifellos die meiste Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen. In den Jahren seit seinem Tod wurden Robert Maxwells enge Beziehungen zum israelischen Geheimdienst und seine Verbindungen zu anderen Geheimdiensten von angesehenen Journalisten und Ermittlern wie – neben anderen – Seymour Hersh [5] und Gordon Thomas [6] dokumentiert.

Inzwischen sind Ghislaine Maxwells eigene Verbindungen zu den Geheimdiensten ans Licht gekommen, und zwar im Zusammenhang mit ihrer entscheidenden Rolle bei der Ermöglichung der sexuellen Erpressungs-Operationen von Jeffrey Epstein. Ihren Geschwistern, insbesondere Christine und ihrer Zwillingsschwester Isabel, wurde, wenn überhaupt, nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Obwohl sie leitende Funktionen in der israelischen Geheimdienst-Tarn-Firma innehatten, die die größte Spionage-Aktion ihres Vaters im Namen Israels ermöglichte, nämlich den Verkauf der verwanzten PROMIS-Software an die nationalen US-Laboratorien, die das Herzstück des Atomwaffensystems des Landes bilden.

Darüber hinaus waren Christine und Isabel Maxwell später direkt an technologiebasierten Geschäftsvorhaben beteiligt, in die Ghislaine Maxwell genau zu der Zeit involviert war, als sie mit Epstein im Auftrag des israelischen und des US-Geheimdienstes zusammenarbeitete, um einflussreiche Persönlichkeiten aus Politik und Öffentlichkeit der USA in ein sexuelles Erpressungs-Programm mit Minderjährigen zu verwickeln. Damals beschrieb Ghislaine ihren Beruf gegenüber verschiedenen Zeitungen als „Internet-Anbieterin“. Nach dem millionenschweren Verkauf dieses Unternehmens an einen Konkurrenten waren Christine und Isabel Maxwell in die Nachfolgeunternehmen des PROMIS-Softwareskandals eingebunden, die eng mit dem US-amerikanischen bzw. dem israelischen Geheimdienst verbunden waren.

Ghislaine Maxwell selbst wurde ebenfalls in diese Affären verwickelt, ebenso wie Jeffrey Epstein nach seiner ersten Verhaftung, als sie begannen, die größten Namen der US-Tech-Szene zu umwerben – von den mächtigsten Risikokapitalfirmen des Silicon Valley bis hin zu den bekanntesten Titanen der Branche. Dies hängt auch mit Epsteins Investitionen in Tech-Firmen zusammen, die mit dem israelischen Geheimdienst in Verbindung stehen, sowie mit seinen Behauptungen, dass er im gleichen Zeitraum über ein ganzes Arsenal an Erpressungsmaterial gegen prominente CEOs von Tech-Unternehmen verfügte.

Jetzt, da Ghislaine Maxwells Name und ihre Verbindungen zu den Geheimdiensten wieder in den Medien auftauchen, müssen der jahrzehntelange Verlauf dieser Technologie-orientierten Spionage-Operationen und ihre anhaltende Verbindung zu den Maxwell-Schwestern die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Denn die Notwendigkeit, das wahre Geschäft der Familie Maxwell – Spionage – ans Licht zu befördern, ist heute größer als je zuvor.

Frühere NSA-Station auf dem Teufelsberg 17.10.2009; (Foto: Jochen Teufel, Wikimedia.org,, CC-BY-SA-3.0 )

Falltüren und Verrat

Eine der dreistesten und erfolgreichsten Operationen des israelischen Geheimdienstes auf globaler Ebene ist zweifellos der Verkauf eines verwanzten Softwareprogramms an Regierungen, Unternehmen und große Finanz- und Wissenschaftseinrichtungen in aller Welt. Dieses Softwareprogramm, das als „Prosecutor‘s Information Management System“ oder unter seinem Akronym PROMIS bekannt ist, wurde ursprünglich von Inslaw Inc. entwickelt und vermarktet, einem Unternehmen, das vom ehemaligen NSA-Beamten Bill Hamilton und seiner Frau Nancy gegründet wurde.

1982 vermietete Inslaw seine revolutionäre PROMIS-Software an das US-Justizministerium, das damals von dem Erzneokonservativen Edwin Meese III geleitet wurde, dem vertrauenswürdigsten Berater von Ronald Reagan, der später Donald Trump nach der Wahl 2016 beraten sollte. Der Erfolg der Software, die die Integration getrennter Datenbanken und die Informationsanalyse in einem bis dahin unvorstellbaren Ausmaß ermöglichte, erregte schließlich die Aufmerksamkeit von Rafi Eitan, dem berüchtigten und legendären israelischen Spionagemeister und Agentenführer von Jonathan Pollard, dem „schädlichsten Spion“ in der amerikanischen Geschichte [7]. Eitan war damals Leiter des inzwischen aufgelösten israelischen Geheimdienstes Lekem, der sich speziell auf Spionage im Zusammenhang mit wissenschaftlichen und technischen Informationen und Entdeckungen konzentrierte.

Als erstes erfuhr Eitan durch Earl Brian von der PROMIS-Software [8]. Brian war ein langjähriger Mitarbeiter von Ronald Reagan, der zuvor in verdeckten Operationen für die CIA gearbeitet hatte und für Reagans Gesundheitsprogramm – als Reagan Gouverneur von Kalifornien war – verantwortlich war. Brian prahlte oft mit dem Spitznamen, den er sich bei der Überwachung dieser Gesundheitsinitiative erworben hatte, – „der Mann, der über Leichen ging“ [9]. 1982 versuchte Brian jedoch, ein Geschäftsimperium aufzubauen, an dem die Frau des damaligen Generalstaatsanwalts Ed Meese maßgeblich beteiligt war [10]. Er traf Eitan zum ersten Mal, als er versuchte, ein Gesundheitssystem im Iran zu verkaufen.

Brian gab die Effektivität von PROMIS preis, aber anstatt den revolutionären Ansatz der Datenanalyse zu loben, brachte er seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass die Software US-Bundesermittler in die Lage versetzte, Geldwäsche und andere Finanzverbrechen erfolgreich aufzuspüren und zu verfolgen. Er machte auch seinem Frust darüber Luft, dass er nicht an den Gewinnen von PROMIS beteiligt war, dessen Entwicklung er mehrere Jahre lang aufmerksam verfolgt hatte.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs heckten Eitan und Brian einen Plan aus, um eine „Falltür“ (trap door) [11], die heute eher als Hintertür (back door) bezeichnet wird, in die Software einzubauen. Sie würden PROMIS dann weltweit vermarkten und damit dem israelischen Geheimdienst und verbündeten Elementen des US-Geheimdienstes einen direkten Einblick in die Operationen ihrer Feinde und Verbündeten verschaffen, während Eitan und Brian gleichzeitig massive Gewinne aus dem Verkauf der Software erzielen würden. Brian wäre natürlich auch in der Lage, PROMIS zu nutzen, um die Ermittlungsbehörden bei Finanzverbrechen zu umgehen.

Laut Aussage Ari Ben-Menashes, eines ehemaligen Mossad-Agenten, kontaktierte Ben-Menashe – nachdem der israelische Militärgeheimdienst (in direkter Zusammenarbeit mit dem US-Justizministerium) eine Kopie von PROMIS erhalten hatte – auf Eitans Anweisung hin einen israelisch-amerikanischen Programmierer, der in Kalifornien lebt [12]. Dieser Programmierer baute dann eine „Falltür“ oder Hintertür in die Software ein, die Lekem verdeckten Zugang zu jeder Datenbank ermöglichte, die mit einem Gerät verbunden war, auf dem die Software installiert war.

Profilfoto von Ghislaine Maxwell am 6. August 2007, (Foto: Ghislaine Maxwell,
CC BY-SA 4.0)

Sobald die Hintertür eingebaut war, versuchte Brian, die verwanzte PROMIS-Software über seine Firma Hadron Inc. weltweit zu vermarkten, obwohl er zunächst versucht hatte, Inslaw direkt aufzukaufen. Ohne Erfolg wandte sich Brian an seinen engen Freund Ed Meese, den damaligen Generalstaatsanwalt. Das Justizministerium weigerte sich daraufhin plötzlich, die vertraglich vereinbarten Zahlungen an Inslaw zu leisten und nutzte die Software im Wesentlichen kostenlos, was Inslaw als Diebstahl bezeichnete.

Das Vorgehen von Meese zwang Inslaw in den Konkurs; Inslaw verklagte daraufhin das Justizministerium [13]. Ein US-Gericht stellte später fest, dass die von Meese geleitete Abteilung die Software durch „Trickserei, Betrug und Täuschung“ „genommen, umgewandelt und gestohlen“ hat. Nachdem Inslaw aus dem Weg geräumt war, verkaufte Brian die verwanzte Software an den jordanischen und irakischen Geheimdienst – was ein Segen für Israel war – sowie an eine Handvoll Unternehmen. Trotzdem war Eitan mit Brian und Hadron unzufrieden und wandte sich schnell an die Person, von der er glaubte, dass sie PROMIS am effektivsten vermarkten und an interessierte Regierungen in der ganzen Welt verkaufen könnte: Robert Maxwell.

Maxwell wurde in den frühen 1960er Jahren als Agent des israelischen Geheimdienstes rekrutiert. Sein Ansehen beim israelischen Geheimdienst wurde Anfang der 1980er Jahre erheblich gestärkt, als er ein Netz von israelischen Unternehmen aufkaufte, von denen viele offizielle „Dienstleister“ für den Mossad waren [14]. Eines dieser Unternehmen, eine Computerfirma namens Degem, diente jahrelang als Deckung für Mossad-Attentäter, die Entführungen und Morde in Lateinamerika und Afrika durchführten.

Über Degem und andere Maxwell-eigene Unternehmen mit Sitz in Israel und anderswo vermarktete Maxwell PROMIS so erfolgreich, dass der israelische Geheimdienst bald Zugang zu den geheimsten Abläufen unzähliger Regierungen, Unternehmen, Banken und Geheimdiensten in der ganzen Welt besaß. Viele von Maxwells größten Erfolgen kamen durch den Verkauf von PROMIS an Diktatoren in Osteuropa, Afrika und Lateinamerika zustande. Nach dem Verkauf und nachdem Maxwell einen ansehnlichen Gehaltsscheck kassiert hatte, wurden die unvergleichlichen Fähigkeiten von PROMIS, alles zu verfolgen und zu überwachen – von Geldströmen bis hin zu menschlichen Bewegungen – von diesen Regierungen genutzt, um Finanzverbrechen mit größerer Raffinesse zu begehen und Dissidenten zu jagen und verschwinden zu lassen. Der israelische Geheimdienst beobachtete das Ganze natürlich in Echtzeit.

In Lateinamerika beispielsweise verkaufte Maxwell PROMIS an die Militärdiktaturen in Chile und Argentinien [15], die damit den Massenmord ermöglichten, der die Operation Condor kennzeichnete – da die Freunde und Familien von Dissidenten und sogenannte Subversive mit PROMIS leicht identifiziert werden konnten. PROMIS war für diesen Zweck so effektiv, dass nur wenige Tage, nachdem Maxwell die Software an Guatemala verkauft hatte, die von den USA unterstützte Diktatur 20.000 „Subversive“ festnahm, von denen man nie wieder etwas hörte [16]. Dank der Hintertür in PROMIS kannte der israelische Geheimdienst natürlich die Identität der Verschwundenen in Guatemala früher als die Familien der Opfer selbst. Israel war auch an der Bewaffnung und Ausbildung vieler von genau den lateinamerikanischen Diktaturen beteiligt, denen die abgehörte PROMIS-Software verkauft worden war [17].

Obwohl der israelische Geheimdienst offensichtlich eine Verwendung für den ständigen Strom sensibler und klassifizierter Informationen fand, stand der größte Gewinn noch bevor – streng geheime Regierungs-Laboratorien in den Vereinigten Staaten. Eitan beauftragte Maxwell mit dem Verkauf von PROMIS an US-Labore im Los Alamos-Komplex, einschließlich des Sandia National Laboratory, welches das Herzstück des US-Atomwaffensystems war und ist [18]. Es ist bemerkenswert, dass Maxwells Verkauf von PROMIS an diese Labore in denselben Zeitraum im Jahr 1984 fiel, in dem Eitan einen der israelischen Top-Experten für Nuklearwaffen damit beauftragte, Jonathan Pollards Spionage von US-Atomgeheimnissen im Namen Israels zu beaufsichtigen.

Um zu planen, wie er ein solches Kunststück bewerkstelligen könnte, traf sich Maxwell mit keinem Geringeren als Henry Kissinger, der ihm sagte, dass er – um PROMIS an diese sensiblen Labore zu verkaufen – die Dienste von John Tower, dem damaligen Senator von Texas, in Anspruch nehmen müsse, der zu dieser Zeit Vorsitzender des Ausschusses für Streitkräfte des Senats war. Maxwell schloss schnell einen Vertrag mit Tower ab und zahlte ihm dann mit Mossad-Geldern 200.000 Dollar für seine Dienste [19], die ihm unter anderem die Türen öffneten – nicht nur zum Los Alamos-Komplex, sondern auch zum Weißen Haus von Reagan. Tower arrangierte für Maxwell eine Reise zum Sandia National Laboratory, wo er PROMIS vermarkten sollte. Im Gegensatz zu den meisten anderen PROMIS-Verkäufen wurde dieser Verkauf nicht von Degem, sondern von einem in den USA ansässigen Unternehmen namens „Information on Demand“ abgewickelt.

Es ist erwähnenswert, dass trotz der offensichtlichen und verräterischen Handlungen von Tower in Bezug auf die nationale Sicherheit der USA, eine andere langjährige „Quelle“ von Robert Maxwell, George H. W. Bush, versuchte, Tower für das Amt des Verteidigungsministers der USA zu nominieren. Erst als der Senat sich weigerte, Tower zu bestätigen, nominierte Bush Dick Cheney, der dann das Pentagon leitete und die Rolle der USA im ersten Golfkrieg beaufsichtigte. Nicht lange nach seinem Scheitern bei der Ernennung zum Pentagon-Chef starb Tower bei einem verdächtigen Flugzeugabsturz – kurz nach dem ebenso verdächtigen Tod von Robert Maxwell.

Weltwirtschaftspanel Amsterdam, 1989. Von links nach rechts: Wisse Dekker (Philips), Hans van den Broek, Henry Kissinger und Robert Maxwell; Lizenz: Public domain, (CC0 1.0)

Tarnfirmen und FBI-Vertuschungen

Robert Maxwell erwarb 1982 die Firma „Information on Demand“ von der Gründerin Sue Rugge, einer ehemaligen Bibliothekarin, durch die Pergamon-Gruppe [20] – genau in dem Jahr, in dem Rafi Eitan und Earl Brian Pläne zur Unterwanderung von PROMIS schmiedeten. Die Büroräume befanden sich nur ein paar Türen vom Haus von Isabel Maxwell und ihrem ersten Ehemann Dale Djerassi entfernt, dem Sohn des Wissenschaftlers, dem die Entwicklung der Antibabypille zugeschrieben wird.

Laut FBI-Akten, die Inslaw Inc. in den 1990er Jahren über einen FOIA-Antrag (Freedom of Information Act, Anm. d. Red.) erhalten hatte, leitete das FBI in San Francisco ein Jahr später, im Oktober 1983, eine Untersuchung gegen „Information on Demand“ ein und befragte Rugge anschließend über das Unternehmen und seine Aktivitäten. Sie erzählte dem FBI, dass die Quellen des Unternehmens „über 250 Computerdatenbanken“ umfassen und dass das Unternehmen diese nutzt, um „einzelne Fakten zu finden sowie Antworten auf komplexe Fragen zu geben, die sich mit Bereichen wie umfassender Marketingforschung, kundenspezifischen Datenzusammenfassungen, anspruchsvoller Literatursuche, aktuellem Informationsdienst und globaler Informationsfähigkeit befassen“ [21].

Zu diesen Datenbanken gehörten die Dialog-Datenbank von Lockheed und „das Defense Technical Center, das mit dem Verteidigungsministerium (DOD) verbunden ist und geheime Informationen enthält“. Sie behauptete jedoch, dass das Unternehmen „kein Passwort für den Zugang und auch keinen Bedarf für den Zugang hat“. An anderer Stelle des Dokuments heißt es, dass „Information on Demand“ „nach bestem Wissen und Gewissen“ behauptet, keinen Zugang zu Verschlusssachen zu haben, „einschließlich Informationen über die Regierung sowie verschiedener Möglichkeiten, staatliche Informationsdatenbanken abzurufen“.

Das FBI befragte Rugge speziell zu einem Kunden des Unternehmens, dessen Name und Daten zur Identifizierung vollständig geschwärzt sind. Das FBI stellt allerdings fest, dass dieser mysteriöse Kunde seit mindestens 1973 mit „Information on Demand“ zusammengearbeitet hat. Spätere Bemühungen von Inslaw Inc. und anderen, die Identität des geschwärzten Kunden zu erfahren, waren seit 1994 erfolglos.

Bemerkenswert ist, dass nur einen Monat, bevor das FBI eine Untersuchung gegen „Information on Demand“ einleitete und Sue Rugge befragte, ein anderes mit Maxwell verbundenes Unternehmen, die „Pergamon International Information Corporation“ (PIIC), ein Schreiben an den damaligen CIA-Direktor Bill Casey geschickt hat, in dem sie der Behörde den Zugang zu Patentdatenbanken anbot [22]. Der einzige geschwärzte Teil des Schreibens ist die Identität des Executive Vice Presidents von PIIC, der den Brief an Casey geschrieben hatte.

Nachdem Rugge befragt worden war, erreichte das Interesse des FBIs an „Information on Demand“ im Juni 1984 seinen Höhepunkt, als eine formelle Untersuchung eingeleitet wurde. Dies geschah, nachdem sich zwei Mitarbeiter des Sandia National Laboratory, die im Bereich Technologietransfer tätig waren, an das FBI wandten, weil „Information on Demand“ versuchte, PROMIS an das Labor zu verkaufen. Diese Mitarbeiter sahen sich gezwungen, das FBI zu kontaktieren, nachdem sie von Mitarbeitern der National Security Agency (NSA) Informationen über „den Kauf von Information on Demand Inc. durch einen Robert Maxwell, den Eigentümer von Pergamon International“, erhalten hatten. Die spezifischen Informationen der NSA über diesen Kauf sind in dem Bericht enthalten, aber in ihrer Gesamtheit geschwärzt. Zwei Monate später wandte sich einer der Sandia-Mitarbeiter an das FBI und schlug vor, dass die NSA und das FBI gemeinsam gegen „Information on Demand“ ermitteln sollten, wurde aber abgewimmelt und aufgefordert, sich an die FBI-Zentrale zu wenden.

Die FBI-Fallakte ist speziell als Untersuchung ausländischer Spionageabwehr kodiert, was darauf hindeutet, dass der Fall eröffnet wurde, weil das FBI auf die mutmaßliche teilweise Verwicklung eines ausländischen Nachrichtendienstes in die Aktivitäten von „Information on Demand“ aufmerksam gemacht wurde. Dies bezog sich speziell auf die „Verbreitung, Vermarktung oder den Verkauf von Computersoftwaresystemen, darunter auch, aber nicht ausschließlich, das Computersoftwareprodukt PROMIS“. In der Fallakte wird auch festgestellt, dass Maxwell selbst schon zuvor Gegenstand einer „Sicherheits-Überprüfung“ war, die das FBI von 1953 bis 1961 durchgeführt hat – dem Jahr, in dem Maxwell offiziell als Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes angeworben wurde.

Anfang August 1984 wiesen das FBI-Hauptquartier und andere höhere Stellen im von Ed Meese geleiteten Justizministerium – das selbst in die ganze schmutzige PROMIS-Affäre verwickelt war – das Büro in New Mexico an, ihre Ermittlungen zu „Information on Demand“, Maxwell und PROMIS einzustellen. Die Vertuschung geht seltsamerweise bis heute weiter, da das FBI sich immer noch weigert, Dokumente über Robert Maxwell und seine Rolle im PROMIS-Skandal herauszugeben [23].

Einige Monate nach der Einstellung der FBI-Ermittlungen gegen „Information on Demand“ kehrte Robert Maxwell im Februar 1985 wieder zu den Sandia National Laboratories zurück. Dort unterzeichnete er den Vertrag zum Verkauf von PROMIS und gab sich als Präsident und CEO von „Information on Demand“ aus. Einige Monate später gab er diese Rolle an seine Tochter Christine weiter, die laut ihrem Lebenslauf bis zum Tod ihres Vaters im Jahr 1991 als Präsidentin und CEO des Unternehmens fungierte [24]. Nach dem Zusammenbruch seines Geschäftsimperiums kurz nach seinem Tod, der auch zur Schließung von „Information on Demand“ führte, gründete Christine Maxwell ein Unternehmen namens „Research on Demand“, das ähnliche Dienstleistungen anbot und sich auf „Internet- und Big-Data-bezogene Marktstudien für Unternehmen in der Telekommunikationsbranche“ spezialisierte.

Isabel Maxwell, die in unmittelbarer Nähe der Büroräume des Unternehmens in Berkeley, Kalifornien, lebte, sagte gegenüber Haaretz, dass sie nach ihrer Scheidung von Dale Djerassi im Jahr 1989 ebenfalls für „Information on Demand“ gearbeitet habe, das sie als „das Unternehmen ihrer Schwester“ bezeichnete [25].

Das Vermächtnis ihres Vaters wiederherstellen

Nach dem Tod von Robert Maxwell – den die meisten seiner Angehörigen und viele seiner Biographen als einen vom israelischen Geheimdienst verübten Mord ansehen – begannen seine Kinder, die Scherben aufzusammeln und das Imperium ihres Vaters wieder aufzubauen. Von seinen sieben Kindern übernahmen fünf verschiedene Teile des riesigen Portfolios ihres Vaters.

Kevin und Ian Maxwell übernahmen einen Großteil seiner Geschäfte (und die damit verbundenen Folgen). Sein undurchsichtiges Netzwerk von ineinandergreifenden Unternehmen, Trusts und Stiftungen war über die ganze Welt verteilt. Ghislaine Maxwell, die sich auf Geheiß ihres Vaters bereits in New York niedergelassen hatte, um seine Bemühungen zu unterstützen, das Imperium und seine Geschäfte nach Manhattan auszuweiten, startete – an der Seite von Jeffrey Epstein – eine sexuelle Erpressungs-Operation im Auftrag des israelischen Geheimdienstes. Christine und Isabel hingegen setzten dort an, wo Maxwells geheimdienstliche Arbeit mit PROMIS und im Technologiesektor aufgehört hatte, indem sie sich eine neue revolutionäre Technologie zunutze machten – das Internet.

„Wir haben buchstäblich versucht, darüber nachzudenken, wie wir dieses ganze Unternehmen neu starten können“ – das nach dem Tod ihres Vaters zusammengebrochen war – sagte Christine Maxwell später über ihre Entscheidung, im Januar 1992 zusammen mit ihrem Ehemann Roger Malina, Isabel Maxwell und Isabels damaligem Ehemann David Hayden ihr Internet-Dienstleistungsunternehmen – die McKinley Group – zu gründen [26]. Ähnlich erinnerte sich Isabel Maxwell an diese Entscheidung, als sie 1999 gegenüber Wired erklärte, dass sie und ihre Schwester „die Reihen schließen und alles neu aufbauen wollten“ und McKinley als „eine Chance sahen, ein Stück des Vermächtnisses ihres Vaters wiederherzustellen“ [27]. Im Jahr 2000 sagte Isabel Maxwell gegenüber The Guardian, dass ihr Vater „es [das Internet] lieben würde, wenn er noch hier wäre“. „Er war sehr vorausschauend…. Er wäre in seinem Element, er hätte einen Riesenspaß. Ich bin sicher, er wäre begeistert, wenn er wüsste, was ich jetzt mache“, sagte sie der britischen Publikation, während sie „den Kopf zurückwarf und laut lachte“ [28]. Bemerkenswert ist, dass Isabel Maxwell zu diesem Zeitpunkt ein israelisches Softwareunternehmen leitete, das Verbindungen zum israelischen Militär-Geheimdienst und zu einflussreichen israelischen Politikern unterhielt, von denen einige zuvor direkt unter ihrem Vater gearbeitet hatten.

Es ist nicht schwer zu verstehen, warum Christine und Isabel Maxwell das Internet als ihre Chance sahen, das „Vermächtnis“ von Robert Maxwell auszubauen und neu zu gestalten. Wie bereits erwähnt, war Christine Maxwell bis zum Tod ihres Vaters Präsidentin und Geschäftsführerin der israelischen Geheimdienst-Tarn-Firma „Information on Demand“, die Maxwell gehörte und für die auch Isabel Maxwell gearbeitet hat. Nach seinem Tod gründete Christine Maxwell ein verwandtes Unternehmen namens „Research on Demand“, das sich auf „Internet- und Big-Data-Analysen“ für Telekommunikationsunternehmen spezialisiert hatte und sich später mit der Arbeit der McKinley-Group überschneiden sollte. McKinley begann als Verzeichnis – mit einem Bewertungssystem für Webseiten – und ging später in die Suchmaschine Magellan über. Das alles beruhte, wie Isabel Maxwell 1997 gegenüber Cnet erklärte, allesamt auf Christines Ideen [29].

McKinley schuf das so genannte Magellan-Online-Verzeichnis, das als „die erste Webseite“ in Erinnerung geblieben ist, „die ausführliche Rezensionen und Bewertungen von Webseiten veröffentlicht“. Magellans Ansatz des „Mehrwert-Inhalts“ zog mehrere große Unternehmen an, was zu „wichtigen Allianzen“ mit AT&T, Time Warner, IBM, Netcom und dem Microsoft Network (MSN) führte, die von Isabel Maxwell ausgehandelt wurden [30]. Microsofts bedeutende Allianz mit McKinley kam Ende 1995 zustande, als Microsoft ankündigte, dass Magellan die Suchoption für den MSN-Dienst des Unternehmens übernehmen würde [31]. Time Warner wählte Magellan zunächst für sein frühes Webportal namens Pathfinder. Außerdem war Magellan während eines Großteils der 1990er Jahre auf der Homepage des Internet-Browsers Netscape zu finden.

Das Glück von McKinley wurde jedoch getrübt, da die Bemühungen scheiterten, als erste Suchmaschine an die Börse zu gehen. Dies führte zu einem Zerwürfnis zwischen Christine Maxwell und Isabel Maxwells Ehemann [32], welches auch dazu führte, dass das Unternehmen wesentlich hinter andere Marktführer zurückfiel. Es fiel zurück, da es sowohl das Zeitfenster für einen zweiten Börsengang verpasste als auch dabei hinterherhinkte, seinem Geschäftsmodell Werbeeinnahmen hinzuzufügen [33]. Excite, das später von AskJeeves übernommen wurde, kaufte 1996 schließlich die McKinley-Group und Magellan für 1,2 Millionen Excite-Aktien, die damals mit 18 Millionen Dollar bewertet wurden [34]. Angeblich war es Isabel Maxwell, die das Geschäft möglich machte. George Bell, der damalige CEO von Excite, behauptete, sie allein habe den Kauf von McKinley gerettet [35].

Trotz des glanzlosen Endes des Unternehmens erhielten die Maxwell-Schwestern und andere Anteilseigner des Unternehmens – darunter Ghislaine Maxwell – nicht nur eine Auszahlung von mehreren Millionen Dollar aus dem Geschäft, sondern knüpften auch enge Verbindungen zu den hohen Tieren des Silicon Valley. Nach dem Verkauf von McKinley/Magellan wurden die offenen Verbindungen von Christine und Isabel Maxwell zu den Geheimdiensten sowohl in den USA als auch in Israel erheblich enger.

Eine Familien-Angelegenheit

Auch wenn die Unternehmen oft als Projekte von Christine und Isabel Maxwell dargestellt werden, waren die McKinley Group und Magellan viel mehr als nur das Geschäft der Zwillingsschwestern. So wird in einem Artikel des Evening Standard vom November 2003 darauf hingewiesen, dass Christine und Isabel Maxwell das Unternehmen mit beträchtlicher Hilfe ihres Bruders Kevin Maxwell ins Leben gerufen haben. Laut Vertrauten von Kevin Maxwell war er „von dem überwältigenden Wunsch beseelt, das Geschäft seines Vaters wieder neu zu gründen“ [36]. In einem anderen Artikel des Evening Standard vom März 2001 heißt es, dass „Kevin eine wichtige Rolle“ in den Angelegenheiten des Unternehmens spielte [37].

Darüber hinaus stellte die Sunday Times im November 2000 fest, dass Ghislaine Maxwell „wesentlich an Magellan beteiligt war“ und nach dessen Verkauf an Excite im Jahr 1996 eine beträchtliche Summe erhielt. Die Sunday Times stellte auch fest, dass Ghislaine Maxwell während der gesamten 1990er Jahre „diskret ein Geschäftsimperium aufgebaut hat, das genauso undurchsichtig ist wie das ihres Vaters“ und dass „sie geheimnistuerisch bis hin zur Paranoia ist und ihre geschäftlichen Angelegenheiten sehr mysteriös sind“. Dennoch würde sie sich selbst als „Internet-Anbieterin“ bezeichnen, obwohl „ihr Büro in Manhattan sich weigert, auch nur den Namen oder die Art ihres Geschäfts zu bestätigen“ [38]. In einem separaten Artikel in The Scotsman aus dem Jahr 2001 heißt es ebenfalls, dass Ghislaine Maxwell „extrem geheimnistuerisch ist, was ihre Geschäfte angeht, und sich selbst als Internet-Anbieterin bezeichnet“ [39].

Wie genau Ghislaine Maxwell in die McKinley-Group und Magellan involviert war, ist unklar. Obwohl ihre Entscheidung, sich selbst als „Internet-Anbieterin“ zu bezeichnen, und ihr dokumentiertes „erhebliches Interesse“ an dem Unternehmen darauf hindeuten, dass sie mehr als nur oberflächlich beteiligt war. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich Ghislaine Maxwells Zeit als „Internet-Anbieterin“ und ihre geschäftlichen Interessen an Magellan direkt mit ihrer Zeit an der Seite von Jeffrey Epstein – in einer mit dem israelischen Geheimdienst verbundenen sexuellen Erpressungs-Operation – überschneiden [40].

In dieser Zeit gab es zwischen Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein häufig erhebliche finanzielle Überschneidungen. In den damaligen Presseberichten wurde häufig die Frage gestellt, ob Ghislaine Maxwells Ausgaben von Epstein bezahlt wurden oder ob sie Zugang zu den „verlorenen Maxwell-Millionen“ hat, die in einem Geflecht undurchsichtiger, unauffindbarer Finanzunternehmen versteckt waren und 1991 nach dem Tod von Robert Maxwell angeblich „verschwunden“ waren.

Letzteres ist durchaus möglich, denn Ghislaine Maxwell war die erste, die nach dem Tod ihres Vaters das Büro auf der „Lady Ghislaine“ (Boot von Robert Maxwell, Anm. d. Red.) betrat und dort „alle belastenden Dokumente an Bord schredderte“, so der Journalist John Jackson, der Zeuge der Szene war [41]. Dies würde wahrscheinlich bedeuten, dass sie schnell erkennen konnte, welche Dokumente „belastend“ waren und dass sie über seine eher unappetitlichen geschäftlichen Aktivitäten bestens Bescheid wusste. Darüber hinaus hatte Robert Maxwell Ghislaine vor seinem Tod ein „maßgeschneidertes“ New Yorker Unternehmen namens „Maxwell Corporate Gifts“ zur Verfügung gestellt, über das nur wenig bekannt ist [42]. Das Unternehmen sollte ihr angeblich dabei helfen, in der Machtbasis der New Yorker Gesellschaft Fuß zu fassen, so wie Robert Maxwell seine Expansion geplant hatte [43]. Ein Plan, der erst nach seinem Kauf der New York Daily News in Gang gesetzt wurde.

In einem Artikel des Evening Standard aus dem Jahr 2001 wird eine merkwürdige Bemerkung über eine wichtige Einnahmequelle Epsteins in den 1990er Jahren gemacht: „Er hat viele Millionen aus seinen Geschäftsbeziehungen zu Leuten wie Bill Gates, Donald Trump und dem Milliardär Leslie Wexner aus Ohio verdient, dessen Stiftung er leitet.“ [44] Darüber hinaus bemerkte das Epstein-Opfer Maria Farmer in einem Interview, dass sie hörte, wie Ghislaine Maxwell und Epstein 1995 über Bill Gates sprachen, als ob sie ihn gut kennen würden [45]. Angesichts der „großen Allianz“ zwischen McKinley/Magellan und Microsoft, die 1995-1996 geschmiedet wurde, ist es durchaus möglich, dass Epsteins „geschäftliche Verbindungen“ zu Bill Gates – vor 2001 – mit Ghislaine Maxwells Engagement und Beteiligung an Magellan zusammenhingen. Dafür spricht auch die Tatsache, dass – wie in Teil 2 dieses Berichts gezeigt wird – die Magellan-Mitbegründerin Isabel Maxwell eine persönliche Beziehung zu Bill Gates hatte und dass er ihr späteres Unternehmen, das in Israel ansässige CommTouch, nach einer zwischen Gates und Isabel Maxwell persönlich eingefädelten Großinvestition „ins Spiel brachte“. Teil 2 wird auch zeigen, wie sich Isabel und Christine Maxwells offensichtliche Zusammenarbeit mit dem israelischen bzw. dem amerikanischen Geheimdienst nach dem Verkauf von Magellan an Excite im Jahr 1996 vertiefte.

Quellen:

[1] MailOnline Magazin, Louise Boyle „EXCLUSIVE: Ghislaine Maxwell’s respectable new life: Jeffrey Epstein’s long-time consort and the alleged procurer of his underage victims has been living with 43-year-old tech CEO at his secluded $3M oceanfront mansion outside of Boston“ („EXKLUSIV: Ghislaine Maxwells respektables neues Leben: Jeffrey Epsteins langjährige Gemahlin und mutmaßliche Beschafferin seiner minderjährigen Opfer lebt mit dem 43-jährigen Tech-CEO in seiner abgelegenen 3-Millionen-Dollar-Villa am Meer außerhalb von Boston“), am 14.8.19:
<https://www.dailymail.co.uk/news/article-7352813/Ghislaine-Maxwell-consort-Jeffrey-Epstein-living-mansion-outside-Boston.html>
[2] New York Post Magazin, Sara Nathan & Mara Siegler „Jeffrey Epstein’s gal pal Ghislaine Maxwell spotted at In-N-Out Burger in first photos since his death “ („Jeffrey Epsteins Freundin Ghislaine Maxwell wurde auf den ersten Fotos seit seinem Tod im In-N-Out Burger gesichtet“), am 18.8.19:
<https://nypost.com/2019/08/15/jeffrey-epsteins-gal-pal-ghislaine-maxwell-spotted-at-in-n-out-burger-in-first-photos-since-his-death/>
[3]  Dailymail.com Magazin, Louise Boyle „EXCLUSIVE: Ghislaine Maxwell STAGED In-N-Out photo in Los Angeles with her close friend and attorney, using confidante’s dog Dexter in the snapshot“ („EXKLUSIV: Ghislaine Maxwell INSZENIERTES In-N-Out-Foto in Los Angeles mit ihrer engen Freundin und ihrem Anwalt, wobei sie den Hund Dexter der Vertrauten im Schnappschuss verwendete“), am 19.8.19:
<https://www.dailymail.co.uk/news/article-7372877/Ghislaine-Maxwell-STAGED-photo-N-close-friend-attorney.html>
[4] The Telegraph Nachrichtenmagazin, Rozina Sabur „Ghislaine Maxwell’s sister spotted packing up bags near home where socialite was rumoured to be staying “ („Ghislaine Maxwells Schwester entdeckte das Packen von Taschen in der Nähe ihres Zuhauses, wo sich angeblich eine Prominente aufhielt“), am 18.8.19:
<https://www.telegraph.co.uk/news/2019/08/18/ghislaine-maxwells-sister-spotted-packing-bags-near-home-socialite/>
[5] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Seymour M. Hersh „The Samson Option: Israel’s Nuclear Arsenal and American Foreign Policy“ („Die Samson-Option: Israels nukleares Arsenal und die amerikanische Außenpolitik“), Erscheinungsdatum 21.10.91:
<https://www.amazon.com/Samson-Option-Israels-Nuclear-American/dp/0394570065>
[6] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.10.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[7] The Armerican Conservative Magazin, Philip Giraldi „The Truth of Jonathan Pollard“ („Die Wahrheit von Jonathan Pollard“), am 2.12.2015:
<https://www.theamericanconservative.com/articles/the-truth-of-jonathan-pollard/>
[8] MintPress News Magazin, Whitney Webb „Mega Group, Maxwells and Mossad: The Spy Story at the Heart of the Jeffrey Epstein Scandal “ („Mega Group, Maxwells und Mossad: Die Spionagegeschichte im Herzen des Jeffrey-Epstein-Skandals“), am 7.8.19:
<https://www.mintpressnews.com/mega-group-maxwells-mossad-spy-story-jeffrey-epstein-scandal/261172/>
Quellen:
[9] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[10] MintPress News Magazin, Whitney Webb „Mega Group, Maxwells and Mossad: The Spy Story at the Heart of the Jeffrey Epstein Scandal “ („Mega Group, Maxwells und Mossad: Die Spionagegeschichte im Herzen des Jeffrey-Epstein-Skandals“), am 7.8.19:
<https://www.mintpressnews.com/mega-group-maxwells-mossad-spy-story-jeffrey-epstein-scandal/261172/>
[11] MintPress News Magazin, Whitney Webb „Mega Group, Maxwells and Mossad: The Spy Story at the Heart of the Jeffrey Epstein Scandal “ („Mega Group, Maxwells und Mossad: Die Spionagegeschichte im Herzen des Jeffrey-Epstein-Skandals“), am 7.8.19:
<https://www.mintpressnews.com/mega-group-maxwells-mossad-spy-story-jeffrey-epstein-scandal/261172/>
[12] MintPress News Magazin, Whitney Webb „Mega Group, Maxwells and Mossad: The Spy Story at the Heart of the Jeffrey Epstein Scandal “ („Mega Group, Maxwells und Mossad: Die Spionagegeschichte im Herzen des Jeffrey-Epstein-Skandals“), am 7.8.19:
<https://www.mintpressnews.com/mega-group-maxwells-mossad-spy-story-jeffrey-epstein-scandal/261172/>
[13] Wired Magazin, Richard L. Fricker „The INSLAW Octopus“ („Der INSLAW Oktopus“), Erscheinungsdatum 1.1.93:
<https://www.wired.com/1993/01/inslaw/>
[14] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[15] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[16] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[17] +972 Magazin, Eitay Mack „Forget Trump: Israel’s sordid history of supporting dictatorships“ („Vergessen Sie Trump: Israels schmutzige Geschichte der Unterstützung von Diktaturen“), am 27.8.17:
<https://www.972mag.com/forget-trump-israels-sordid-history-of-supporting-dictatorships/>
[18] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[19] Amazon Onlineversandhandel, Buch von Gordon Thomas „Robert Maxwell, Israel’s Superspy: The Life and Murder of a Media Mogul“ („Robert Maxwell, Israels Superspion: Das Leben und der Mord an einem Medienmogul“), Erscheinungsdatum 16.12.03:
<https://www.amazon.com/Robert-Maxwell-Israels-Superspy-Gordon/dp/0786712953>
[20] Google Books Autorenvorstellungen, über Sue Rugge:
<https://books.google.com/books?id=BkPBDwAAQBAJ&pg=PT14&lpg=PT14&dq=Sue+rugge&source=bl&ots=DQOVsVeFOS&sig=
ACfU3U1nMqYfog-pKVIqe3GL_bfIeIt7FA&hl=es-419&sa=X&ved=2ahUKEwj57en_nbfqAhVRKKwKHcAnD24Q6AEwD3oECAMQAQ#v
=onepage&q=sue%20rugge&f=false>
[21] Archive.org Internetarchiv, Unlimitid Hangout Magazin, Dokument “inslaw`s file of FBI Documents obtained unde the freedom of information act regarding…“ („FBI-Dokumente, die im Rahmen des Gesetzes über die Informationsfreiheit angefordert wurden…“), vom 10.1.94:
<https://web.archive.org/web/20200718232031/http://unlimitedhangout.com/UHFiles/FBIInvestigationMaxwellPROMISSales.pdf>
[22] CIA Geheimdienst USA Homepage, Freedom of Information Act Electronic Reading Room (Elektronischer Lesesaal zum Gesetz über die Informationsfreiheit):
<https://www.cia.gov/library/readingroom/docs/CIA-RDP85B01152R000600710072-7.pdf>
[23] Muckrock Magazin, Emma North-Best “Sir Robert Maxwell’s FBI file is getting more classified by the minute“ („Die FBI-Akte von Sir Robert Maxwell wird von Minute zu Minute geheimer“),  am 28.6.17:
<https://www.muckrock.com/news/archives/2017/jun/28/sir-robert-maxwells-fbi-PROMIS/>
[24]  Archive.org Internetarchiv, The University of Texas at Dallas, Atlas Service Portal der Universität, Lebenslauf  von Gislaine Maxwell, am 3.2.13:
<https://personal.utdallas.edu/~cym110030/Christine_Maxwell-CV_2013Feb.pdf>
[25] Haaretz Magazin, Yehoshua Sagi & Mary Sagi-Maydan „Comfortable in Her Skin“ („Behaglich in ihrer Haus“), am 13.2.02:
<https://www.haaretz.com/1.5280056>
[26] CNET Magazin, CNET News staff „Magellan cofounder finds email“ („Magellan-Mitbegründer findet E-Mail“), am 21.2.97:
<https://www.cnet.com/news/magellan-cofounder-finds-email/>
[27] Wired Magazin, Po Bronson „On The Net, No One Knows You’re a Maxwell“ („Im Netz weiß niemand, dass du ein Maxwell bist“), am 1.2.99:
<https://www.wired.com/1999/02/maxwell/>
[28]  The Guardian Magazin, Wirtschaft „Voyaging around her father, the hi-tech Maxwell“ („Die Reise um ihren Vater, den Hightech-Maxwell“), am 8.10.2000:
<https://www.theguardian.com/business/2000/oct/08/theobserver.observerbusiness>
[29] CNET Magazin, CNET News staff „Magellan cofounder finds email“ („Magellan-Mitbegründer findet E-Mail“), am 21.2.97:
<https://www.cnet.com/news/magellan-cofounder-finds-email/>
[30] Wired Magazin, Po Bronson „On The Net, No One Knows You’re a Maxwell“ („Im Netz weiß niemand, dass du ein Maxwell bist“), am 1.2.99:
<https://www.wired.com/1999/02/maxwell/>
[31] CNET Magazin, CNET News staff „MSN to Use McKinley Directory“ („MSN zur Verwendung des McKinley-Verzeichnisses“), am 18.12.95:
<https://www.cnet.com/news/msn-to-use-mckinley-directory/>
[32] The Jerusalem Post Magazin, SHARON WROBEL „Serial entrepreneur – Hi-tech pioneer Isabel Maxwell gets to work on the rest of the world.“ („Serienunternehmerin – Hightech-Pionierin Isabel Maxwell macht sich an den Rest der Welt.“), am 24.8.06:
<https://www.jpost.com/Business/Business-Features/Serial-entrepreneur>
[33]  The New York Times Nachrichtenmagazin, Katie Hafner „The Perils of Being Suddenly Rich “ („Die Gefahren des plötzlichen Reichtums“), am 21.4.07:
<https://www.nytimes.com/2007/04/21/technology/21hayden.html>
[34]  SFGate Nachrichtenmagazin, Julia Angwin „Excite Will Buy Magellan Search Engine“ („Excite kauft die Suchmaschine Magellan“), am 28.6.98:
<https://www.sfgate.com/business/article/Excite-Will-Buy-Magellan-Search-Engine-2976079.php>
[35] Wired Magazin, Po Bronson „On The Net, No One Knows You’re a Maxwell“ („Im Netz weiß niemand, dass du ein Maxwell bist“), am 1.2.99:
<https://www.wired.com/1999/02/maxwell/>
[36]  Mintpress Magazin, The Evening Standard, WILLIAM CASH  „On The Net, No One Knows You’re a Maxwell“ („Im Netz weiß niemand, dass du ein Maxwell bist“), am 21.11.03:
<https://www.mintpressnews.com/wp-content/uploads/2019/10/The-sins-of-the-father.pdf>
[37]  archive.org Internetarchiv, Questia Magazin, Nigel Rosser „What Happened to the Maxwell Women“ („Was geschah mit den Maxwell-Frauen?“), am  30.3.01:
<https://web.archive.org/web/20200719010043/https://www.questia.com/newspaper/1G1-75315251/what-happened-to-the-maxwell-women>
[38]  Mintpress Magazin, Sunday Times, Saskia Sissons „Mysterious business of the queen of NY-Lon“ („Mysteriöse Angelegenheiten der Königin von NY-Lon“), am 12.11.20:
<https://www.mintpressnews.com/wp-content/uploads/2019/10/Mysterious-business-of-the-queen-of-NY-Lon-2.pdf>
[39] The Scotsman Nachrichtenmagazin, By The Newsroom „Misery in the maxwell house“ („Elend im Maxwell-Haus“), am  16.11.01:
<https://www.scotsman.com/news/misery-maxwell-house-2510066>
[40] Mintpress Magazin, Whitney Webb „Former Spy Details Israel’s Main Motive Behind Epstein’s Sexual Blackmail Operation “ („Ehemaliger Spion beschreibt Israels Hauptmotiv hinter Epsteins sexueller Erpressung“), am 13.12.19:
<https://www.mintpressnews.com/category/epstein-investigation/>
[41] MailOnline Magazin, WENDY LEIGH „Ghislaine Maxwell is ‚just like her Daddy’“ („Ghislaine Maxwell ist „genau wie ihr Daddy“), am 18.5.07:
<https://www.dailymail.co.uk/femail/article-455902/Ghislaine-Maxwell-just-like-Daddy.html>
[42] The Scotsman Nachrichtenmagazin, By The Newsroom „Misery in the maxwell house“ („Elend im Maxwell-Haus“), am  16.11.01:
<https://www.scotsman.com/news/misery-maxwell-house-2510066>
[43] New York Post Magazin, Peter Fearon „HOW GHISLAINE ROSE FROM THE ASHES – MAXWELL’S HEIRS BUILDING A NEW BUSINESS EMPIRE“ („WIE GHISLAINE AUS DER ASCHE AUFSTIEG – MAXWELLS ERBEN BAUEN EIN NEUES GESCHÄFTSIMPERIUM AUF“), am 23.3.2000:
<https://nypost.com/2000/03/23/how-ghislaine-rose-from-the-ashes-maxwells-heirs-building-a-new-business-empire/>
[44] Mintpress Magazin, The Evening Stanard, Nigel Rosser „ANDREW’S FIXER; SHE’S THE DAUGHTER OF ROBERT MAXWELL AND SHE’S MANIPULATING HIS JETSET LIFESTYLE“ („ANDREWS FIXER; SIE IST DIE TOCHTER VON ROBERT MAXWELL UND SIE MANIPULIERT SEINEN JETSET-LEBENSSTIL“), am 22.1.01:
<https://www.mintpressnews.com/wp-content/uploads/2019/10/ANDREW_S-FIXER_SHE_S-THE-DAUGHTER-OF-ROBERT-MAXWELL-AND-1.pdf>
[45] YouTube Videoplattform, CrazyWorldWhichWeLiveIn „Epstein Victim Maria Farmer Speaks With Whitney Webb, Full Phone Call Part 1“ („Epstein-Opfer Maria Farmer spricht mit Whitney Webb, vollständiges Telefonat Teil 1″), am 28.5.20:
https://www.youtube.com/watch?v=DpEJCKvjtyk